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Kapitän Mahmut Karatas (r.) und der SV Titania erwischten gegen Kültürspor Datteln nicht den besten Tag, siegten am Ende dennoch mit 4:1.

Titania gewinnt 4:1 gegen Kültürspor Datteln

Schwach gespielt – hoch gewonnen

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OER-ERKENSCHWICK - Der SV Titania hat lange Zeit sehr viel Mühe gegen Kültürspor, zeigt eine schlechte Leistung, hat aber am Ende mit 4:1 klar die Nase vorn.

Wenn der Trainer nach einem 4:1-Sieg der eigenen Mannschaft von der schlechtesten Saisonleistung spricht, dann sagt das schon einiges über die Qualität der vorangegangenen 90 Minuten.

Titanias Coach Frank Richert hatte nach der Partie gegen Kültürspor Datteln am Sonntag den „Kaffee auf“. Auf der anderen Seite fand Kültürspors Trainer Serkan Civelek das Spiel seiner Truppe „gar nicht so schlecht“. Immerhin hatten die Dattelner, die zurzeit selten regelmäßig trainieren können, das Ostvestderby in der Kreisliga B4 an der Esseler Straße beim Tabellendritten lange offen gehalten, selbst sogar zur Pause mit 1:0 geführt. Und wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn Selcuk Civelek, der im ersten Durchgang nach 15 Minuten einen Freistoß aus halblinker Position, 25 Meter vom Tor entfernt zum 1:0 in den Torwinkel „streichelte“, beim Handelfmeter, zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit, das Leder nicht gegen den Pfosten gedroschen hätte.

Den Rückstand zur Pause hatten Jan-Henrik Plumpe mit einem direkt verwandelten Freistoß (55.) und der eingewechselte Dennis Ayllon-Castano mit einem „angedeuteten“ Fallrückzieher (81.) in eine Führung für Titania umgewandelt. Doch schon da ahnte Richert: „Das Ding ist noch nicht durch.“

Und als Simon Stegemann der Ball im eigenen Strafraum aus kurzer Distanz an die Hand geschossen wurde, gab’s tatsächlich noch die Chance für die spielerisch stark limitierten, aber kämpferisch gut agierenden Gäste. Civelek verschoss. Beckbauer hatte die Ecke geahnt, wäre aber wohl nicht mehr an den Ball gekommen. Erst danach gingen die Köpfe bei den Gästen nach unten, die unter anderem auf Torjäger Emrah Bicakci verzichten mussten. „Ich weiß nicht genau, was er hat. Aber es klang so, als ob für ihn die Saison gelaufen ist“, meinte Trainer Civelek, der selbst erst in dieser Woche aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. In der Nachspielzeit traf erst Louis Hartel zum 3:1 (90.+4) und kurz darauf erneut Ayllon-Castano (90.+5). Erst dann pfiff Schiri Udo Werner das Spiel ab. „Gott sei dank“, meinte Richert vielsagend.

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