Marina Conrad vom 1. FFC Recklinghausen im Kreispokalfinale 2019 gegen Rhade
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„Ein Abend zum Vergessen“ war das Kreispokalfinale im April 2019 für Marina Conrad (l.), Trainer Andreas Krznar (im Hintergrund rechts) und den 1. FFC Recklinghausen. Jetzt gibt’s die Neuauflage beim SSV Rhade.

Frauenfußball

Im Pokalfinale gegen Rhade hat der 1. FFC Recklinghausen noch eine Rechnung offen

  • Thomas Braucks
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Im Kreispokalfinale der Frauen stehen sich am Donnerstag (19.45 Uhr) wieder SSV Rhade und 1. FFC Recklinghausen gegenüber. Dessen Ex-Trainer Andreas Krznar wünscht sich ein „Ausrufezeichen“.

  • Das Finale im Frauen-Kreispokal zwischen SSV Rhade und 1. FFC Recklinghausen findet am Donnerstag (19.45 Uhr) im Sportpark Risthaus, Dillenweg 115, in Dorsten statt.
  • Im April 2019 unterlag der Favorit 1. FFC Recklinghausen im Finale ggen den SSV Rhade nach Elfmeterschießen.
  • In der Regionalliga will der 1. FFC Recklinghausen eine gute Rolle spielen.

Ob es Andreas Krznar nicht juckt, noch einmal auf der Trainerbank Platz zu nehmen, wenn an diesem Donnerstag das Kreispokalfinale zwischen SSV Rhade und 1. FFC Recklinghausen angepfiffen wird? Schließlich war es Krznar, der den 1. FFC mal wieder ins Endspiel geführt hat. Im Frühjahr, bevor Corona den Fußball stoppte. Außerdem hat er in Rhade noch eine Rechnung offen. Im April 2019 unterlag der 1. FFC im Finale beim Westfalenligisten im Elfmeterschießen (4:5).

Erster Titel für dier neue Tranerin Laura Neboli

Nun ist es an Laura Neboli, Krznars Nachfolgerin, Revanche zu nehmen. „Wenn Laura in Rhade ihren ersten Titel mit dem 1. FFC gewinnt, kann ich sehr gut damit leben“, sagt der Ex-Trainer schmunzelnd. „Es wäre jedenfalls schön, wenn die Mannschaft innerhalb des Fußballkreises mal wieder ein sportliches Ausrufezeichen setzen würde.“ Das Aushängeschild des Frauenfußballs ist der 1. FFC Recklinghausen als Regionalligist ohnehin. Das ist in großem Maße Krznars Verdienst. Sieben Jahre hat der 48-Jährige die Mannschaft gecoacht, im Juli hat er Platz gemacht – und konzentriert sich nun auf seine Aufgaben als Sportlicher Leiter.

„Laura macht einen super Job“

Das sind nicht wenige. Verpflichtung von Spielerinnen, Nachwuchs, Marketing, Vereinsentwicklung oder die Herausforderungen durch Corona: Krznar hat beim 1. FFC überall seine Hände im Spiel. „Was die erste Mannschaft angeht, liegt der Fokus klar auf Laura. Sie macht einen super Job. Aber natürlich bin ich immer ansprechbar.“ Ganz kann er eben nicht aus seiner Haut als Coach. Ein Dutzend Jahre stand er nun ohne Unterbrechung an der Seitenlinie. Zuerst bei Blau-Gelb Schwerin, wo der ehemalige Torhüter als Trainer für die Kreisliga-A-Mannschaft zusagte. Die der Männer, wie er glaubte.

Engagement im Frauenfußball ist eher ein Zufall

Als er zum Platz kam, warteten dort Frauen auf ihren Coach. „Kein Witz, so war es“, sagt er. Ein folgenreiches Missverständnis: Seitdem engagiert sich Krznar im Frauenfußball – und hat dort noch viel vor. Vor allem mit dem 1. FFC Recklinghausen. Dass er dorthin zurück will, wo er mit dem Verein schon einmal war, in die 2. Bundesliga nämlich, daraus macht er keinen Hehl. Dafür hat er im Frühjahr nicht nur Laura Neboli von der SGS Essen U20 zum Stadion Hohenhorst geholt, sondern auch hochkarätige Verstärkungen für die Regionalliga verpflichtet.

Rückkehr in die Zweite Bundesliga ist das Ziel

Sollte der Coup tatsächlich gelingen, dann will der Klub besser vorbereitet sein als 2010 und 2012. Damals spielte der 1. FFC in Liga zwei brav mit – und stieg chancenlos wieder ab. „Damit das nicht noch einmal passiert, müssen wir jetzt für bessere Strukturen sorgen“, sagt Krznar. Beim Kreispokalfinale werden auch ihm diese Strukturen für 90 Minuten herzlich egal sein. Da geht’s nur darum, das Spiel zu gewinnen. „Arrogant“ sei der 1. FFC im letzten Jahr in Rhade aufgetreten. „Nach dem Motto: Hey, hier kommt der ungeschlagene Westfalenliga-Champion. Was soll schon passieren?“ Es wurde: „Ein Abend zum Vergessen“, wie Kraznar sagt. Den will er nicht noch mal erleben.

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