American Football

Chargers verschlafen die erste Halbzeit

Münster - Der Abstieg aus der Oberliga ist bereits besiegt. Daher hat Nils Müller, Headcoach der Recklinghausen Chargers, einen Wunsch: Die American Footballer vom Hohenhorst sollen die Saison vernünftig zu Ende bringen.

Im letzten Auswärtsspiel ließen sie den Worten Taten folgen und zeigten beim 7:26 (0:20) bei den Münster Mammuts eine ansprechende Leistung. Folgt man der Analyse des Trainers war es auch keine „standesgemäße“ Niederlage: „Zwei Münsteraner Touchdowns haben wir verschenkt und selbst haben wir einige Punkte ausgelassen.“

Dennoch zweifelte Müller nicht an der Berechtigung der neunten Saisonniederlage. „Die erste Halbzeit wir komplett verschlafen“, kommentiert der Headcoach das 0:20. Dass Spieler unter der Woche dem Training fern geblieben waren, ist für Müller unverständlich, war allerdings ein logischer Erklärungsansatz für den Halbzeit-Rückstand: „Wir waren deshalb noch nicht bereit für das Spiel.“

Eine Unachtsamkeit beim eigenen Snap (Ballübergabe zu Beginn jedes Spielzugs), der letztlich zum ersten Münsteraner Touchdown führte und inkonsequentes Abwehrverhalten beim dritten Vorstoß der Hausherren in die Recklinghäuser Endzone, seien „vermeidbare Fehler“ gewesen, so Müller. „Wir stecken in einem Loch.“

Was zeigt, die Qualität reicht noch nicht für Oberliga-Verhältnisse. In kurzen Phasen kommt sie aber zum Vorschein. Ärgerlich: Einen „Pick Six“ (der Recklinghäuser Jona Meyer fing einen Münsteraner Passversuch ab und lief in die Mammuts-Endzone) verweigerten die Schiedsrichter die Anerkennung. „Weil wohl ein Foul im Spiel war.“ Was genau passiert war, konnte Müller hinterher nicht wirklich in Erfahrung bringen.

Gleichzeitig stoppte die Chargers-Verteidigung die Mammuts-Offensive ein ums andere Mal. Der Lohn: Einen Pass von Quarterback Marius Harnisch fing Lukas Hölscher in der Endzone – die Recklinghäuser Ehrenpunkte zum zwischenzeitlichen 7:20.

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