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Quarterback Marius Harnisch führt in der Offensive die Regie bei den Chargers.

American Football

"Dann ging's los"

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RECKLINGHAUSEN - Die Not macht eben erfinderisch. Marius Harnisch ist Quarterback bei den Recklinghausen Chargers. Was zunächst nur als Übergangslösung geplant war, hat sich etabliert. Eine Entwicklung, die der 22-Jährige vor gut zwei Jahren kaum hat kommen sehen. Am Samstag startet Harnisch mit den Chargers gegen die Lippstadt Eagles (15 Uhr, Stadion Hohenhorst) in die Verbandsliga-Spielzeit.

Der Suderwicher hatte zwar beschlossen dem Vollkontaktsport aus den USA als Hobby zu ergreifen, gespielt hatte Harnisch da aber noch keine Minute. Über gemeinsame Freunde kam der Maschinenbau-Student zu den Chargers. „Ich hatte eine neue Herausforderung gesucht.“, sagt Harnisch, der zuvor im Fitnessstudio hauptsächlich im athletischen Bereich trainiert und in der Jugend Korfball beim KC Grün-Weiß in Castrop-Rauxel spielte. Im Prinzip helfen dem Recklinghäuser jene Erfahrungen. „Grob gesagt, muss ich das Spielgerät hier auch ziemlich präzise werfen können“, sagt Harnisch.

Allerdings hatte der damalige Chargers-Headcoach Nils Müller den Suderwicher gar nicht als Passgeber, sondern als Passempfänger aufgestellt. „Und dann ging‘s los“, sagt Harnisch über die einsetzende Verletzungsmisere auf der Quarterback-Position. Nachdem sich mit Steffen Löseke und Patrick Kubiak die beiden etatmäßigen Quarterbacks verletzt hatten und auch Nils Müller nicht mehr Spielertrainer sein wollte, wurde Harnisch „umfunktioniert“. Und das klappt sehr gut, wie Trainer Eberhard Conrad anmerkt. „Marius macht seine Sache sehr ordentlich.“ Die Spielzüge und -konzepte hat er mit Steffen Löseke erarbeitet, einer von Harnischs Vorgängern auf der Quarterback-Position. „Ich profitiere von seinen Erfahrungen. Der Austausch klappt sehr gut“, sagt Harnisch.

Als Quarterback ist man stets das anvisierte Ziel der Verteidiger. Angst verspüre Harnisch vor den Jägern nicht. „Ich musste schon ein paar harte Hits einstecken. Aber ich hatte noch nie das Gefühl, dass ich nicht aufstehen könnte.“ Im schwierigen letzten Jahr, das aufgrund des großen Verletzungspechs im Oberliga-Abstieg mündete, hofft Harnisch auf eine Trendwende in dieser Spielzeit. „Der Kader ist gut. Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, können wir eine gute Rolle spielen.“

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