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Die Recklinghausen Chargers feiern den Auftaktsieg gegen Lippstadt.

American Football

Punktlandung für die Chargers

Recklinghausen - So etwas nennt man einen Auftakt nach Maß. Die Recklinghausen Chargers sind mit einem 27:26 (14:12) gegen die ambitionierten Lippstadt Eagles in die Verbandsliga-Saison gestartet.

„Ich war überrascht“, räumte Cheftrainer Eberhard Conrad hinterher offen ein. Nicht, weil der dem gastgebenden Oberliga-Absteiger keine gute Leistung zugetraut hätte, sondern weil die Eagels „komplett anders gespielt haben, als wir erwartet hatten.“

Im Vorfeld hatte der Recklinghäuser Trainer ein Video vom Lippstädter Testspiel gegen Regionalligist Paderborn analysiert. Alle gewonnenen Erkenntnisse brachten nichts. „Ich weiß nicht, ob es am Wetter oder etwas Anderem lag“, wunderte sich Conrad. Fakt ist, dass die Chargers mit dem ersten Spielzug gegen den wohl dezimierten Neuling in Führung gingen.

Sven Wauschkuhn fing den Ball ab, was Jona Meyer postwendend zum ersten Touchdown der neuen Spielzeit nutzte. Luka Meyer verwandelte den Extra-Punkt zum 7:0. Im zweiten Abschnitt unterlief Chargers-Spielmacher Marius Harnisch ein Fehler. Der Lippstädter Brandan Lifingula fing den Pass des Quarterbacks ab – 7:6. Die Gäste versuchten nun eine sogenannte Two-Point-Conversion – ohne Erfolg. „Unsere Abwehr hat gut gearbeitet“, lobt Conrad. Auch in der Folgezeit erstickte sie Zwei-Punkt-Versuche im Keim.

Der erste Lippstädter Touchdown sei zudem „ein kleiner Weckruf“ gewesen, erkannte Eberhard Conrad. Harnisch passte den Ball zu Tristan Brendel – 13:6. Abermals Meyer gelang der Extrapunkt. Eagels-Quarterback Austin Williams nutzte kurz vor der Pause seine Schnelligkeit und verkürzte auf 12:14. „Da wurden wir auf dem falschen Fuß erwischt“, haderte der Chargers-Teamchef.

Nach Wiederbeginn fing Lukas Golda einen Pass der Gäste ab. Das eröffnete Harnisch die nächste Chance, einen Mitspieler in Szene zu setzen. Diesmal bediente er Lars Marten, der auf 20:12 erhöhte. Die Antwort der Eagles folgte prompt. Der Aufstiegsfavorit ließ nicht nur zwei Touchdowns zur 24:20-Führung, sondern legte auch die erste erfolgreiche Two-Point-Conversion nach. 26:20 – die Chargers standen am Rande einer Niederlage. „Wir hatten einen kleinen Durchhänger“, kommentiert Conrad.

Im letzten Viertel gab es zunächst ein Hin und Her. „Die Eagles wollten die Uhr herunterlaufen lassen“, vermutet der Recklinghäuser Teamchef. Seine Spieler hatten aber etwas dagegen. Einem Touchdown verweigerten die Schiedsrichter noch die Anerkennung, 57 Sekunden vor Spielende machte es Pascal Heming nach einem Harnisch-Pass aber besser – 26:26. Abermals Luka Meyer verwandelte den siegbringenden Extrapunkt.

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