Quarterback Marius Harnisch (r.) und die Recklinghausen Chargers sind im Wartestand.
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Quarterback Marius Harnisch (r.) und die Recklinghausen Chargers sind im Wartestand.

American Football

Droht der "blanke Horror"? Recklinghausen Chargers halten sich individuell fit

  • vonKevin Korte
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Kein Sprint-Training im Wohnzimmer, dafür Joggingrunden. Die American Footballer der Recklinghausen bereiten sich auf den Saisonstart vor, der (noch) Ende April stattfinden soll.

  • Recklinghausen Chargers sind im Wartestand
  • Spieler bereiten sich individuell vor
  • Erstes Pflichtspiel am 25. April

„Bis auf Weiteres ist alles gecancelt“, sagt Eberhard Conrad. Gestern Abend hätte Verbandsligist Recklinghausen Chargers gegen die Gelsenkirchen Devils getestet und am Sonntag Emsland United zum weiteren freundschaftlichen Vergleich (wenn dieser Begriff in einer Vollkontakt-Sportart überhaupt zulässig ist) empfangen. Auch der American Football ist vom Coronavirus betroffen. Allerdings stellt sich im Gegensatz zu den anderen Sportarten die Frage, was tun in Vorbereitung auf die neue Spielzeit

„Nach jetzigem Stand würden wir ohne jede Testpartie und Trainingseinheit in die Saison starten“, sagt der 

Sportliche Leiter und Headcoach

der Chargers. Denn: Offiziell ist der

Verbandsliga-Start am 25. April

gegen die Hamm Aces noch

nicht verschoben

Jedoch: Die German Football League (GFL) hat den Start der ersten und zweiten Liga auf Pfingsten verschoben – vorsorglich. „Die Landesverbände werden wohl nachziehen“, glaubt Conrad. „Unser Problem ist, dass wir uns die Anlage mit den Fußballern teilen.“ Je nach Terminplanung käme es zu Überschneidungen. Nur eine Halbserie zu spielen oder auf die Sommerferien ausweichen, hält Conrad für „ein realistisches Szenario“.

Eberhard Conrad hat für seine Spieler die Winter-Trainingspläne aktualisiert.

Der „blanke Horror“ wäre es, würde der Verband am 25. April festhalten. „Dann gehen die Spieler nach fast sechs Wochen Trainingspause fast ohne Training in das erste Pflichtspiel. Wir sprechen von einem Vollkontaktsport.“ Verletzungen wären vorprogrammiert. „Und wir müssen auch die Spieler schützen.“

In dieser Verbandsliga-Saison treffen die Chargers neben Hamm und Lippstadt auch auf die Liga-Neulinge Remscheid Amboss, Dortmund Giants (Oberliga-Absteiger) und die Brilon Lumberjacks (Landesliga-Meister).

In dieser Vorbereitung ist Conrad als pragmatischer Krisenmanager gefragt: „Natürlich stochern wir irgendwie im Nebel. Die Jungs müssen sich trotzdem fit halten.“ So haben Conrad und seine Trainerassistenten dieTrainingspläne aus der Winter-Vorbereitung recycelt und angepasst. „Die Jungs sollen eigenverantwortlich arbeiten. Das Sprint-Training im Wohnzimmer ist nicht sinnvoll“, scherzt Conrad. „Aber statische und Kraftübungen kann man schon durchführen. Hanteln oder Thera-Bänder sind auch vorhanden. Ich habe auch schon von einigen Spielern Rückmeldungen erhalten, dass sie regelmäßig joggen gehen.“

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