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American Football

"Wieder stabilisieren"

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RECKLINGHAUSEN - Das Positive vorweg: Nachdem Abgang von Nils Müller wird auf der Position des Headcoaches kein Vakuum entstehen, dafür wird Eberhard Conrad schon sorgen. Der neue Sportliche Leiter der Recklinghausen Chargers hält nun die Zügel am Hohenhorst und muss einige Baustellen schließen.

Der 43-Jährige ist Feuerwehrmann auf der Wache in Herten. Und diesbezüglich Wortspiele zur Lage beim Oberliga-Absteiger zu machen, wäre schlicht unpassend. „Die Basis ist definitiv vorhanden“, lobt Conrad die Arbeit von Müller, der viele neue Strukturen bei den Chargers installiert hat.

Die Suche nach einem Nachfolger Müllers gestaltet sich schwierig: „Es gibt im Umkreis wenige qualifizierte Trainer. Zudem möchte der neue Mann bei entsprechender Anfahrt, auch ein paar Euro als Entschädigung. Unsummen kann man bei uns nicht verdienen“, erklärt Conrad. Da außer dem Headcoach-Posten alle Stellen im Trainerstab besetzt sind, wird der 43-Jährige auch als Cheftrainer fungieren. „Die Spezialisten in der Offensive und Defensive werden weiterhin die Spielzüge ansagen.“

Innerhalb der Mannschaft sei keine große Abwanderungswelle bekannt. „Im Gegenteil: Einige verletzte Spieler und Rückkehrer gehören im kommenden Jahr wieder zum Kader“, sagt Conrad. „Wir werden uns in der Verbandsliga wieder etablieren.“

Somit kann sich der Feuerwehrmann wieder auf das Wesentliche konzentrieren – seine Aufgabe in der Sportlichen Leitung als Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainerteam und Vorstand. „Es fehlt ein wenig an Erfahrung“, erklärt Conrad, der 1995 mit dem American Football anfing und 2010 für vier Jahre als Chargers-Präsident fungierte. Diese Erfahrungen will Conrad nun einbringen, um den Verein „weiter zu stabilisieren.“

Zwischenzeitlich sammelte Eberhard Conrad auch im Bereich der Junioren Erfahrungswerte als Trainer. „Die Jugendarbeit ist die Grundlage und Überlebensgarantie eines Vereins.“ Das zeige sich auch in diesem Jahr: Gleich drei Spieler aus dem eigenen Stall werden in den Seniorenbereich eingegliedert. „Diesen Weg wollen wir weiter verfolgen.“ Conrad stellte auch in Aussicht, dass der Klub künftig Projekte im U13 und U10-Bereich forciere. „Das ist sehr wichtig, weil ein Klub auf Dauer nicht überleben kann, wenn er nur Spieler von außerhalb holt“, blickt Conrad auch auf die regionale Konkurrenz aus Gelsenkirchen oder Dortmund.

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