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Kein Alleinunterhalter, aber mit 21 Punkten und neun Assists auffälligster Recklinghäuser: Citybaskets US-Aufbauspieler Chris Longoria (r.).

Basketball

Citybasket: "Brauchen nicht zu denken, wir sind jetzt die Geilsten.“

RECKLINGHAUSEN - Endlich: Citybasket Recklinghausen beendet seine schwarze Serie in der Regionalliga West und schlägt die die AOK Ballers Ibbenbüren mit 86:76 - was besonders Trainer Johannes Hülsmnann freut.

Seinen 29. Geburtstag in der Vestischen Arena zu verbringen, habe er selbstredend gerne gemacht. Nach zuletzt fünf Niederlagen musste Johannes Hülsmann jedoch befürchten, dass seine Regionalliga-Basketballer von Citybasket Recklinghausen kein Präsent überreichen würden. Das gab‘s aber doch: „Ich bin wirklich sehr zufrieden“, strahlte Hülsmann nach dem 86:76 (41:28) gegen die AOK Ballers Ibbenbüren. Zwischendurch hatte der Regionalligist für erhöhten Puls beim Trainer und den knapp 200 Anhängern gesorgt: Eine scheinbar komfortable und verdiente 13-Punkte-Führung zur Pause verschleuderte Recklinghausen im dritten Viertel – 51:51. „Wir drohten auseinanderzubrechen“, beobachtete Hülsmann. Bei Mannschaften mit einem derartigen Negativlauf kein unwahrscheinliches Szenario. „Wobei wir das Spiel weniger in der Defensive aus der Hand gaben.“ Dort präsentierte sich Citybasket über die gesamten 40 Spielminuten solide – wie 32 Defensiv-Rebounds (allein zwölf von Center Theo Turner, der insgesamt 17 Abpraller einsammelte) belegen. „Offensiv sind wir aus dem Konzept geraten“, analysierte Hülsmann. Fehlpässe und Abstimmungsfehler ermöglichten Ibbenbüren sehr einfache Punkte. Eingangs des vierten Durchgangs war die Partie gedreht – 57:58 (33.). In der folgenden Auszeit erinnerte Hülsmann seine Spieler an „den klaren Plan. Wir sind ruhig geblieben und hatten auch das nötige Glück.“ Ein folgender 14:2-Lauf stellte wieder die Weichen auf Heimsieg – 71:60 (36.). Auch weil „Radau von der Bank“ gekommen sei. „Das war wichtig“, lobte Hülsmann. „Der Zusammenhalt ist in dieser Phase besonders wichtig.“ Gerade im Vorfeld der Partie hatte Citybaskets Trainer das Heimspiel als „wichtig für als Mannschaft, aber auch für unser Publikum“ ausgerufen. Keine Frage, fünf Niederlagen hatten auf das Gemüt gedrückt. „Aber bei Citybasket stimmte zu einhundert Prozent der Einsatz“, sagte Gäste-Trainer Christian Beuing. Das größte Lob für eine kriselnde Mannschaft. Zudem stabilisierte das Trio Christoph Bruns, Till von Guionneau und Jan Letailleur – in Ergänzung zu den Importspielern Theo Turner und Chris Longoria – das Spiel. Bei allem Überschwang im Moment des Sieges behielt Hülsmann den Blick für die Realität. „Es war eine runde Teamleistung. Aber wir brauchen nicht zu denken, wir sind jetzt die Geilsten.“ Dafür ist in den vergangenen Wochen doch zu viel daneben gegangen.

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