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Jürgen König (l.) und Jochen Weber gehörten am Donnerstag (7.Mai) beim Suderwicher Tennisclub zu den Ersten, die sich zu einem lockeren Spiel auf der Anlage am Freibad verabredet haben.

Einschränkungen gelockert

Politik gibt grünes Licht - Tennisspieler legen Blitzstart hin

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Die Zwangspause ist vorbei, die ersten Recklinghäuser Sportler  haben ihre Tasche wieder gepackt und sich zu ersten lockeren Trainingseinheiten verabredet - unter strengen Abstands- und Hygieneregeln.

  • Verbote zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden schrittweise gelockert
  • Tennisspieler legen am 7. Mai sofort los
  • In anderen Sportvereinen bleibt man skeptisch

Ministerpräsident Armin Laschet hatte am Mittwochnachmittag (6. Mai) verkündet, die am 23. März verhängten Verbote zur Eindämmung der Corona-Pandemie in den nächsten Tagen und Wochen s chrittweise lockern zu wollen. 

Einzelne Disziplinen können sofortwieder loslegen. Andere Sportarten müssen sich noch etwas gedulden, weil die Stadtverwaltung mit den Recklinghäuser Sportvereinen noch abklären  muss, wie  sie die Vorgaben auf den  Anlange umsetzen.

Erste Tennisspiele in Suderwich

Dass die Vorfreude, wieder in gewohnter Umgebung aktiv werden zu dürfen, groß ist, hat Dr. Ulrich Güttler, Vorsitzender des Suderwicher Tennisclubs (STC), schnell festgestellt. Noch am Mittwochabend erhielt er Rückmeldungen von Vereinsmitgliedern. 

Auch die Suche nach Helfern, die die Anlage am Freibad für die Neuaufnahme des Trainingsbetriebes herrichten, dauerte nicht lange.  Am Donnerstvormittag  (7. Mai) wurden auf den acht Ascheplätzen die Netze gespannt, abends wurde die gelbe Filzkugel wieder über diese geschlagen.

Für Leichtathleten geht es zu schnell

Auch wenn die Aktiven des Recklinghäuser Leichtathletik-Clubs (RLC) in den vergangenen Wochen nicht ins Stadion Hohenhorst durften, blieben viele von ihnen nicht untätig.  Jeder Läufer trainierte für sich. 

Mit dem nötigen Abstand werden sie bald wieder in der gewohnten Umgebung ihre Runden drehen können. Was Zander ärgert, ist das Tempo, das die Politik vorgibt. „Von jetzt auf gleich“ den Sportbetrieb wieder freizugeben, sei nicht der richtige Weg. „Wir brauchen einen Vorlauf, um alles planen zu können.“ 

 Wettkämpfe im Sommer?

Die Übungsleiter des RLC wollen sich am Freitag (8. Mai) treffen und absprechen, wie etwa die Einheiten der Kindergruppen durchgeführt werden können. „Wir haben schließlich eine hohe Verantwortung“, sagt Zander. 

Auch wenn die Vereine den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen dürfen, hat der Hertener in seiner Funktion als Vorsitzender des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses Bedenken, dass Vereine in diesem Sommer Wettkämpfe ausrichten können. 

Footballer warten Verbands-Entscheidung ab

In vielen Sportarten ist die Saison 2019/20 wegen der Corona-Krise abgebrochen worden. Zu der Zeit, als sich die American Footballer der Recklinghausen Chargers gerade auf ihr neues Spieljahr vorbereitet haben. Kann der Oberligist nun ab Ende Mai loslegen? Schließlich will das Land NRW dann Sportarten „mit unvermeidbarem Körperkontakt“ erlauben. 

„Wir müssen abwarten, was unser Verband und die Stadt sagen“, erklärt Eberhard Conrad, der Headcoach und Sportlicher Leiter in Personalunion ist. „Wir warten stündlich auf Nachricht.“ In Kürze wollen sich Trainerteam und Mannschaft zusammensetzen und abklären, ob alle wieder spielen wollen oder dürfen. „Vielleicht hat ein Arbeitgeber etwas dagegen“, erklärt Conrad. 

Ligabetrieb oder Freundschaftspiele

Sollte der American Football- und Cheerleading-Verbands (AFCV) NRW grünes Licht geben, „dann bräuchten wir vier bis sechs Wochen Vorbereitung“, rechnet er vor. „Ich glaube, dass wir erst nach den Sommerferien spielen könnten.“ 

Wie, das bleibt abzuwarten. Mit einem abgespeckten Spielplan? Oder bleibt es beim bisherigen und die bislang ausgefallenen Partien werden nachgeholt? „Wir sind von Zuschauereinnahmen abhängig“, sagt Conrad und verweist auf Schiedsrichter-Kosten in Höhe von rund 200 Euro. 

Sollte der AFCV die Saison wie in anderen Landesverbänden canceln, „bestreiten wir nach den Sommerferien Freundschaftsspiele.“ Denn ganz auf ihren Sport wollen (nicht nur) die Footballer nicht verzichten.

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