Serdal Demir, Torhüter von Genclikspor Recklinghausen II, ist bei einem Eckball zur Stelle
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Hochlars Sebastian Dinu (r.) und Fofa Moussa Bala springen am Ball vorbei, sodass Gencliks Torhüter Serdal Demir die brenzlige Situation vor dem Gästetor klären kann.

Fußball

Zuhause hui, auswärts pfui - diese Kreisliga-B-Mannschaft hat zwei Gesichter

  • Meike Holz
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Auf eigenem Platz noch ungeschlagen, auswärts zum Teil happige Niederlagen – B-Kreisligist Genclikspor Recklinghausen II ist in dieser Saison eine Mannschaft mit zwei Gesichtern.

  • B-Kreisligist Genclikspor Recklinghausen II ist auf eigenem Platz ungeschlagen, auswärts aber noch sieglos
  • Personalsorgen münden in deutliche Niederlagen
  • Torhüter aus dem Bezirksliga-Kader hilft aus

Diese Bilanz bereitet Yasin Türkoglu und seinem Co-Trainer Mario Nardone jedoch keine schlaflosen Nächte, weil sie die zum Teil deutlichen Ergebnisse richtig einordnen können. Offen räumt der Teamchef aber ein: „Schön sehen diese Ergebnisse nicht aus.“

Die bisherigen Auswärtsspiele führten die Recklinghäuser Fußballer bislang ausnahmslos zu Mannschaften, die Yasin Türkoglu am Ende der Saison in der Spitzengruppe erwartet. Der Blick in die Statistik gibt ihm recht: Die Fußballer aus dem Recklinghäuser Süden gastierten beim nach vor verlustpunktfreien Tabellenführer Blau-Weiß Westfalia Langenbochum II, dessen Verfolger Sport- und Spielclub Recklinghausen und bei den aktuell drittplatzierten Sportfreunden Stuckenbusch II und kassierten dabei ein 0:18, 0:14 und 0:10. Das Trainerduo vermisste in diesen Spielen nicht nur die nötige Disziplin auf dem Feld, sondern vor allem auch wichtiges Personal.

22-Mann-Kader wird auf die Probe gestellt

„Wir haben zum Glück einen großen Kader von 22 Spielern“, sagt Türkoglu. Es gibt aber Phasen, in denen einfach alles zusammenkommt. Phasen, in denen Langzeitverletzte oder erst ab Januar spielberechtigte Fußballer schmerzlich vermisst werden. Dann müssen Feldspieler wie Mustafa Altinel oder Dogus Güney ins Tor. Auch im Gastspiel am Sonntag beim SV Hochlar 28 II (1:3) stellt sich das Türkoglu-Team quasi von selbst auf.

„Mir fehlen 13 Spieler“, stöhnt der Trainer. „Darunter sind sechs bis sieben Feldspieler.“ Dass die Personalsorgen oftmals bei Auswärtsspielen auftreten, sei ein Zufall, versichert der Teamchef. „Es zieht sich aber wie ein roter Faden durch die bisherige Saison.“

Routiniers springen in die Bresche

Die Gründe für die Absagen seiner Mannschaftskameraden sind unterschiedlich, mal privater Natur, mal berufs- oder verletzungsbedingt. Im Gastspiel beim Tabellenfünften aus Hochlar sprangen Yasin Türkoglu (43) und der ein Jahr ältere Ataman Erten in die Bresche.

Wichtig war eine weitere Personalie: Das Tor hütete Serdal Demir aus Gencliks Bezirksliga-Kader, der sich nach dem Schlusspfiff sogleich auf den Weg zum Gastspiel der Senioren I beim SV Zweckel machte. „Er gibt der Mannschaft Sicherheit“, erklärt der Trainer und wurde im Derby in Hochlar darin bestätigt.

Gutes Ergebnis im Gastspiel beim SV Hochlar 28 II

Weil die Qualität und auch die taktische Disziplin stimmten, hielt der aktuelle Kreisliga-Zehnte das Spiel beim 1:3 (0:1) lange offen. „Das ist ein gutes Ergebnis. Mit unserer Stammelf hätten wird vielleicht etwas Zählbares holen können“, zog Türkoglu hinterher zufrieden Bilanz. Fatih Türkyilmaz brachte die Gäste in Führung (19.), die bis zur Pause hielt. In der zweiten Halbzeit drehte der SVH das Spiel zu seinen Gunsten.

An den nächsten beiden Wochenenden (25. und 31. Oktober) kann Genclikspor Recklinghausen II auf den Heimvorteil setzen. Ein gutes Omen für die Spiele gegen Schwarz-Weiß Röllinghausen II und den SC Herten?

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