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Auch Fußballvereine könnten profitieren - wenn sie eigene Immobilien bewirtschaften und diese modernisieren wollen.

Fragen und Antworten zum Programm "Moderne Sportstätte 2022"

Vereine hoffen auf Zuschüsse aus Fördertopf

KREIS RECKLINGHAUSEN - Das Land Nordrhein-Westfalen hat das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ aufgelegt. Viele Vereine hoffen bei der Modernisierung ihrer Anlagen jetzt auf finanzielle Unterstützung. Aber wie geht's, was ist zu tun? Hier die Fragen und Antworten:

Was genau verbirgt sich hinter dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“?

Das Land will den Kreissportbünden und Stadtsportverbänden bis zum Jahr 2022 300 Millionen Euro für die Sanierung bzw. den Neubau von Sportstätten zur Verfügung stellen. 30 Millionen Euro sollen bereits 2019 ausgeschüttet werden. Wie viel Geld in jede Stadt fließt, ist abhängig von deren Größe. Mit jeweils etwa 400.000 Euro können die kleinen Städte im Kreis rechnen wie Waltrop, Datteln und Oer-Erkenschwick. Andere Städte erhalten entsprechend höhere Zuwendungen.

Wer kann die Fördermittel beantragen?

Das Angebot ist an Vereine gerichtet, die bereits Sportstätten in Eigenregie betreiben, also gemietet oder gepachtet haben, und die diese modernisieren oder ausbauen wollen. Die Mindestförderung beträgt 10.000 Euro.

Wie der Landessportbund NRW mitteilt, liegen Schwerpunkte der Förderung auf „energetische und digitale Modernisierung, Geschlechtergerechtigkeit, der Herstellung von Barrierefreiheit bzw. -armut und auf Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, Verletzungen und Schäden im Sport“.

Wie bei allen Förderungen gilt auch hier, dass ein Eigenanteil von zehn Prozent erforderlich ist. Das kann auch durch Eigenleistung beim Bau verrechnet werden.

Wo kann ein Verein einen Antrag stellen?

Formal ist im Kreis Recklinghausen zwar der Kreissportbund der Ansprechpartner in der Sache, der aber sieht die Stadtsportverbände näher an den Vereinen. Konkret sieht das so aus, dass ein Verein dort ein Projekt vorschlagen und Fördermittel beantragen kann. Das soll – möglichst ab dem 1. Oktober – in eine beim Landessportbund angelegte Datenbank eingegeben werden. Die Datenbank ist bislang allerdings noch nicht aktiviert.

Petra Völker, Geschäftsführerin des Kreissportbundes, sieht das Engagement des Landes positiv: „Das hört sich schlüssig an. Es wäre wünschenswert, dass alles so unkompliziert vonstatten geht, wie sich die Sache darstellt.“

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