Tragen künftig blau und weiß: Der Sportliche Leiter Andreas Krznar mit den beiden Neuzugängen Annika Schmidt (l.) und Lea Siemes.
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Tragen künftig blau und weiß: Der Sportliche Leiter Andreas Krznar mit den beiden Neuzugängen Annika Schmidt (l.) und Lea Siemes.

Frauenfußball

Zwei Zugänge für die Abwehr - 1. FFC Recklinghausen schlägt auf dem Transfermarkt zu

  • vonKevin Korte
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Der 1. FFC Recklinghausen verstärkt mit zwei Neuzugängen die Abwehr. Der Sportliche Leiter des Regionalligisten spricht von „zwei absoluten Wunschspielerinnen“.

  • 1. FFC Recklinghausen holt Annika Schmidt und Lea Siemes
  • Regionalligist stärkt damit die Defensive
  • Gute Eindrücke in den direkten Duellen

Andreas Krznar gehört zu den akribischen Arbeitern im Frauenfußball. Der nun Ex-Trainer und mittlerweile Sportliche Leiter des 1. FFC Recklinghausen führt Buch über die die absolvierten Partien. Und zwei Spielerinnen schafften es nachhaltig auf den Notizblock Krznars. Annika Schmidt und Lea Siemes beeindruckten den 48-Jährigen in den Partien mit ihren Vereinen gegen den 1. FFC so sehr, dass der Funktionär über eine Verpflichtung nachdachte.

So überrascht es keineswegs, dass Krznar sowohl Schmidt (23) als auch Siemes (18) als „zwei absolute Wunschspielerinnen“ bezeichnet – und kann das noch mit Eindrücken aus den direkten Duellen unterlegen.

Krznar hätte Schmidt am liebsten schon 2019 geholt

Schmidt – die Verteidigerin kommt vom Landesligisten Borussia Dröschede – gehört zu den wenigen Gegenspielerinnen während der FFC-Meistersaison 18/19, die Topstürmerin Besjana Recica (23 Saisontreffer) über die volle Spielzeit aus dem Spiel nehmen konnten. Beim 0:1 im Mai 2019, einer weiteren Etappe zum Dröscheder Abstieg in die Landesliga, gelang Schmidt das jedoch. „Vom Fleck weg“, sagt Krznar, hätte er die Studentin für Stadtplanung verpflichtet.

Private und berufliche Verpflichtungen verhinderten im letzten Sommer die Verpflichtung der in Halver wohnhaften Schmidt: „Mich reizt die Aufgabe bei einem guten Regionalligisten oben mitzuspielen. Der 1. FFC ist eine spielerisch gute Mannschaft, die immer sehr fair aufgetreten ist. Das hat mich beeindruckt“, betont Schmidt.

Siemes will "nächsten Schritt" machen

Ähnlich positiv äußert sich Lea Siemes. Die 18-Jährige, die frisch ihr Abitur gebaut hat, entschloss sich „zum nächsten Schritt“ in ihrer Karriere. „Ich will in der Regionalliga Fuß fassen und mich weiterentwickeln“, sagt die Gelsenkirchenerin, die vom Westfalenligisten SSV Rhade kommt. Und natürlich hatte Krznar sofort parat, wann er sich zur Verpflichtung entschloss: Es war das Kreispokal-Finale 2019, als die Dorstenerinnen nach Elfmeterschießen den 1. FFC mit 5:4 bezwangen.

Eine „unglaublich gute Spieleröffnung“ bescheinigt Krznar der 18-Jährigen, die mit ihrer Körpergröße von 1,83 Metern auch über Vorteile im Kopfballspiel verfügt. Nach dem Pokalfinale raunte Krznar Rhades Trainer Dirk Bessler zu: „Pass auf, die Lea ist so gut, die spielt bald für uns.“ Gesagt, getan.

Mit Laura Neboli übernimmt eine Ex-Nationalspielerin das Traineramt beim 1. FFC.

Aktuell ist die Regionalliga-Saison der Frauen nur unterbrochen.

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