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Mario Droste (M.) - hier gegen Felix Elvermann (l.) und Michael Widera - blieb offensiver Einzelkämpfer beim Stuckenbuscher 3:9, das mehr Fragen als Antworten lieferte.

Fußball

Albtraum zum Auftakt

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RECKLINGHAUSEN - Gerade einmal sieben Minuten dauerte der Heimauftritt gegen BW Westfalia Langenbochum. Da war er beim Zwischenstand von 0:2 auch entschieden. Letztlich sollte der erste Bezirksliga-Auftritt im neuen Jahr mit einem 3:9 enden.

Ein Debakel. Das versuchte – auch bei allem Optimismus – niemand in Rot-Weiß zu beschönigen. Schon gar nicht Frank Kandsorra. Einen „saftlosen, kraftlosen und peinlichen Auftritt“ hatte der Trainer gesehen. Die Geduld scheint am Ende. „Ich mache mir wenig Vorwürfe, dass es hier so läuft.“ Mangelhafte Trainingsbeteiligung, eine maximale Personalfluktuation. „Ich bin dafür zuständig, was auf dem grünen Rechteck passiert. Und nicht daneben.“ Nach sieben Monaten am Leiterchen wirkt Kandsorra müde und ausgezehrt von den Begleitumständen. „Regelmäßig mit zehn Spielern, wohlgemerkt über die Woche verteilt, zu trainieren, ist kein wettbewerbsorientierter Fußball, sondern Bewegungstherapie.“

Dabei konnte der interessierte Beobachter allenfalls in der ersten Halbzeit eine Ahnung davon erhalten, wie die Rot-Weißen in einer „ganz, ganz schwierigen Rückrunde“ (Kandsorra) zum neuen Saisonziel „der schnelle Klassenerhalt“ (ebenfalls Kandsorra) kommen will.

Der Sportfreunde-Trainer hatte seiner Mannschaft eine defensive Grundausrichtung verpasst. Davor sollten die Neuzugänge Mario Droste und Noel Galoska die freischaffenden Künstler in der Offensive geben. Das Experiment endete nach einer halben Stunde beim Stand von 0:3. Mit Marvin Schulz (für Galoska) wollte Kandsorra das Zentrum verdichten, was beim Blick auf sechs weitere Gegentreffer nur bedingt gelang. „Ich hätte am liebsten noch mehrere Spieler heruntergenommen“, erläutert Kandsorra.

Der Zeiger hatte noch nicht ganz eine Umrundung geschafft, das schob Maurice Herold ins leere Tor. Die Gelehrten diskutieren immer noch, ob in der Entstehung Stuckenbusch-Torhüter Niko Wollny zu hart angegangen wurde. Kandsorra plädierte auf Foul, Langenbochums Spielertrainer Pascal Kötzsch hätte weiterspielen lassen. Darauf entschied auch Schiedsrichter Thorsten Enning (Dülmen). Im Anschluss an einen Freistoß von Tobias Portmann drosch Marvin Rippel zum 2:0 über die Linie (7.). Danach bot sich ein erschreckend simples Bild: Langenbochum kombinierte, Stuckenbusch lief hinterher (bestenfalls nebenher).

„Wir hatten uns ein frühes Tor vorgenommen“, betonte Kötzsch in seiner Analyse. „Das Ergebnis will ich nicht überbewerten. Aber es gibt uns ein gutes Gefühl für die kommenden Aufgaben.“

Zur Chronistenpflicht gehört: Yannik Außem (31., 36.), Kötzsch (47.), Hayssam Siala (57., 64., 66.) und Tom Kiel (87.) trafen für Langenbochum. Für Stuckenbusch verkürzten Marvin Schulz zum 1:4 (41.) sowie Fatih Aldibas (77.) und Lukas Veltmann (81.) zum 3:8.

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