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Der FC/JS Hillerheide und Moritz Bleyer (M.), hier um Duell mit Nikolai Mayrahn, stolpern der Kreisliga A entgegen.

Fußball

Bitterer Rückschlag

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RECKLINGHAUSEN - Rabih Such spricht schon von der kommenden Saison. Dort seien nämlich die Gedanken seiner Spieler. Und die wird für den FC/JS Hillerheide mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Kreisliga A stattfinden.

Es ging sogar um Grundsätzliches: „Der Zusammenhalt ist nicht vorhanden“, eröffnete Co-Trainer Patrick Krull seine Analyse zum 1:6 (1:3) beim SV Horst-Emscher II. Ein prägendes Merkmal der Vorsaison, als der FC/JS etwas überraschend vorzeitig die Bezirksliga halten konnte, sei in dieser Spielzeit völlig abhandengekommen. Auf dem Platz und daneben. „Verletzte und gesperrte Spieler haben die Mannschaft nicht unterstützt“, erklärt Krull.

Das drücke sich auch im Sportlichen aus: „Keiner läuft für seinen Mitspieler mit, hält ihm den Rücken frei oder gibt Anweisungen“, kritisiert Such. „Im letzten Jahr waren wir deshalb ein unbequemer Gegner. Diesmal muss sich keine Mannschaft auf uns einstellen, weil wir uns zu schnell ergeben“, sagt Krull.

Tatsächlich könnte man den laut Such „Katastrophen-Start“, als Tobias Rimböck (11.), Anil-Can Elemen (18.) und Serkan Köse (20.) auf 3:0 stellten, noch als schlechte Phase abtun. „Horst hat unheimlich gut umgeschaltet und wir waren zu langsam“, erklärte Krull.

Die Phase danach war durchaus vorzeigbar. Nicht unverdient kam der FC/JS durch Janik Smyrek zum 1:3 (36.). Danach war man dem Anschlusstreffer nahe. „Mit dem 2:3 kippt das Spiel vielleicht noch“, mutmaßt Such.

Was allerdings viel erschreckender war: Hatte man von Hillerheide einen energiegeladenen Auftritt in Durchgang zwei erwartet, um die Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren, folgte ein blutleerer Auftritt ohne Gegenwehr. Hillerheide fügte sich in sein Schicksal: Baris Aydin (53., 78.) und erneut Serkan Köse (82.) erhöhten für Horst, das noch etliche Chancen ausließ.

Vor der Partie konnte man von der Hillerheide vernehmen, das Gastspiel in Gelsenkirchen als „Finale“ anzusehen. Am Rande des Spiels in Horst sah die Realität anders aus. Ein Gang in die Kreisliga A hätte auch Vorzüge, hört man aus Klubkreisen. Kürzere Anreisen, mehr Lokalduelle, so das Credo. Absteigen und neu sortieren hatte man vor Jahresfrist auch dem Hamburger SV geraten. Dieses Vorhaben läuft ganz vorzüglich, wie die Aktualität unterstreicht.

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