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Hillerheides Samet Civkin (l.) klärt vor Philip Umierski.

Fußball

Bollwerk hält 45 Minuten

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HERTEN - Es gibt Mannschaften, die liegen einem nicht. Für Bezirksligist FC/JS Hillerheide ist der SV Vestia Disteln so ein „rotes Tuch“. Vor dem Nachholspiel standen sich die Teams elf Mal gegenüber: Heider Siege – Fehlanzeige.

Diese Bilanz konnte die von Co-Trainer Patrick Krull betreute Mannschaft beim Tabellenführer auch im zwölften Anlauf nicht ändern. Die abstiegsbedrohten Recklinghäuser verloren mit 0:3 (0:1), wobei das Ergebnis mit Blick auf eine schwere Verletzung in den Hintergrund rückte.

Gespielt war gerade erst eine Viertelstunde, als sich Hillerheides Sinan Toskaj bei einem Duell mit Louis Sliwa an der Außenlinie eine schwere Knieverletzung zuzog und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Eine genaue Diagnose über die Schwere stand am Abend noch aus. „Ich hoffe, dass die Bänder nicht verletzt sind“, so Krull.

Nicht nur wegen des wohl längerfristigen Ausfalles des A-Juniors blickt der Heider Teamchef dem Endspiel um den Klassenerhalt beim SV Horst-Emscher II sorgenvoll entgegen. Auch Michell Kasbrink, der wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte sah (56.), und Björn Fehr, der nach einem Foul an Philip Umierski die Rote Karte sah (72.), müssen in der nächsten Woche zuschauen.

Bis zur Unterzahl waren die Gäste für Disteln ein unangenehmer Gegner. Dass Vestia-Trainer Roman Stöckl seiner Elf „die schlechteste Saisonleistung“ bescheinigte und in Hillerheide den schwächsten Gegner sah, wollte Patrick Krull so nicht stehen lassen. Angesichts der Tabellenkonstellation richtete er seine Mannschaft defensiv aus. „Es war doch klar, dass wir kein Tiki-Taka spielen“, verteidigte er seine Marschroute und zollte seiner Elf ein Kompliment: „Wir haben taktisch und kämpferisch eine gute Leistung gezeigt.“

Disteln hatte gegen die gut sortierte Hillerheider Abwehr seine liebe Mühe und kam nur bei ruhenden Bällen zu Torchancen. Bei denen war Torhüter Michel Schnell aber jeweils zur Stelle.

Die Gäste hingegen lauerten auf Konter, bei denen Max Kadura die beste Möglichkeit hatte, aber an Schlussmann Jonas Weeke scheiterte (39.).

Das Krull-Team verpasste es, ein torloses Unentschieden in die Pause zu retten. Bei einem Befreiungsschlag traf Alexander Geßner den heraneilenden Philip Umierski. Schiedsrichter Claas Steenweg zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt: Philipp Müller verwandelte sicher – 0:1 (45.).

Auch nach Wiederanpfiff setzte Hillerheide zunächst auf sein schnelles Umschaltspiel. Auch in einfacher Unterzahl bemühten sich die Gäste um den Ausgleich, ohne ihre Defensivaufgaben zu vernachlässigen. Neun Recklinghäuser mussten sich aber geschlagen geben. Erst verwandelte Müller einen erneuten Strafstoß (87.), dann legte der Distelner mit dem 3:0 seinen 26. Saisontreffer nach. „Nach dem zweiten Platzverweis gingen bei uns die Köpfe nach nach unten“, erkannte Krull.

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