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Muhammed Elmas (l.) und der FC/JS Hillerheide sind fast schon zum Siegen verdammt.

Fußball

Eine Frage der Mentalität

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RECKLINGHAUSEN - Es geht um den Klassenerhalt. Während der SG Suderwich, den SF Stuckenbusch und SW Röllinghausen nur die Außenseiterrolle bleibt, kann der FC/JS Hillerheide einen wichtigen Schritt machen.

FC/JS Hillerheide - SV Zweckel.

Unter gewissen Umständen könnte der FC/JS die Abstiegsränge verlassen. Für Trainer Rabih Such wäre es nur die logische Fortsetzung einer einsetzenden Entwicklung: Vor dem Schwerin-Spiel habe er „schon im Training gemerkt, dass die Intensität gestiegen“ sei. Das folgende 3:0 erzeugt Aufbruchstimmung. „Die Art und Weise, wie souverän die Mannschaft gespielt und die taktischen Vorgaben umgesetzt hat, hat den Glauben zurückgebracht“, erklärt Such. Erreicht sei dadurch noch nichts. „Wir werden nachlegen müssen. Das ist auch Einstellungssache“, stellt der FC/JS-Trainer die Mentalitätsfrage. Und warnt: „Zweckel wird ein anderes Kaliber.“

SW Röllinghausen - BWW Langenbochum.

Die Nachwehen des 1:3 beim SV Horst-Emscher II sind noch spürbar an der Klarastraße: „Mit einem Sieg wären wir richtig im Rennen gewesen. Jetzt wird es ein sehr schwieriges Unterfangen“, sagt Frank Fuhrmann. „Das Spiel ist aufgearbeitet. So etwas soll sich nicht wiederholen.“ Blutleer sei der Auftritt gewesen. „Der Druck ist raus. Wir können befreit aufspielen“, so Fuhrmann. Damit tut sich SWR leichter.

Denn der Gast aus Langenbochum ist die Mannschaft der Stunde: Mit fünf Siegen zum Wiedereinstieg verkürzte BWWL den Abstand zu Spitzenreiter Disteln auf drei Punkte. Bange ist Fuhrmann, der auf Justin Kaup (gesperrt) und Dirk Kitsch (beruflich verhindert), nicht: Im Hinspiel (0:0) hatte der Aufsteiger den Favoriten am Rande einer Niederlage.

Erler SV - SG Suderwich.

Ans Hinspiel kann sich Nassir Malyar noch sehr gut erinnern. „78 Minuten lang haben wir ein richtig gutes Heimspiel abgeliefert“, lobt der Teamchef. „Sieben Minuten waren nicht so gut.“ Und die reichten aus, um ein scheinbar komfortables 2:0 noch zu verspielen – 2:3.

Daraus hat der Übungsleiter, der Max Eggermann und Dominic Kandziora zurückerwartet, seine Lehren gezogen. „Wir müssen bis zum Schlusspfiff hellwach sein.“ Der Erler Offensive mit den spielstarken Julian Jürgensen, Tim Soldat, Robin Hermanns und Christoph Reckort müsse die SGS-Abwehr versuchen, den „Schneid abzukaufen“, wie Malyar sagt. „Und das geht nur im Kollektiv.“

SG Castrop-Rauxel - SF Stuckenbusch.

Um als Außenseiter überraschen zu können, setzt man in der Fußballbranche vor allem auf die körperlichen Aspekte: Laufstärke gepaart mit einem gesunden Zweikampfverhalten. Auf jene Aspekte würde sich auch Frank Kandsorra versteifen, um beim Tabellendritten zu punkten. Allerdings sieht der Stuckenbuscher Trainer genau darin die Castroper Stärke: „Eine unglaublich athletische Mannschaft, die physisch präsent ist. Wir brauchen einen Sahnetag und Castrop einen nicht so guten. Dann haben wir vielleicht eine kleine Chance.“

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