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Die Overberghalle war prall gefüllt - auch beim Zwischenrunden-Spiel zwischen Genclik (M.) und Hillen.

Fußball

Eine Nummer kleiner

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RECKLINGHAUSEN - Das große Chaos, das man vor den Titelkämpfen befürchten durfte, blieb aus. Für Ausrichter FC/JS Hillerheide fällt die Bilanz der Hallenstadtmeisterschaft dennoch zwiespältig aus. Eine Nachlese.

Die Siegerehrung musste Hallensprecher Uli Erdmann einmal unterbrechen – mit dem Hinweis, dass ein falsch geparktes Kraftfahrzeug eine Feuerwehr-Zufahrt blockiere.

Es war erst die zweite Durchsage dieser Art bei den Hallenstadtmeisterschaften in der Overberghalle – und das kurz vor der Ziellinie. Einige graue Haare seien vor dem Turnier dennoch hinzugekommen, sagt Mario Sachsenweger.

Der Präsident von Ausrichter FC/JS Hillerheide hatte sich natürlich Gedanken gemacht: „Die örtlichen Begebenheiten waren für die Zuschauer eine Katastrophe.“ Nicht, weil die Halle in König Ludwig im schlechten Zustand war. Zuschauerraum und Parkplatz-Angebot waren überschaubar.

Nach Turnierende hatten sich alle „Sorgen und Befürchtungen“, so Sachsenweger, aber nicht erhärtet: „Die Vereine und Zuschauer haben viel Verständnis aufgebracht. Ja, es war ein richtig harmonisches Turnier“, kann sich Sachsenweger an keinen Zwischenfall erinnern. „Die Spieler haben sogar Rücksicht genommen und ihre Sporttaschen in ihre Autos gepackt. Das war vorbildlich.“

Die Stadtmeisterschaft 2019, sie fiel aufgrund der Hallensituation eine Nummer kleiner aus. Knapp 400 Zuschauer (in der Kuniberghalle kratzte man schon an der Vierstelligkeit) verfolgten den Finaltag. „Es waren wenig Zuschauer“, empfand der FC/JS-Präsident. Großen Umsatz konnte der Klub nicht machen. „In der Kuniberghalle oder im letzten Jahr in der Pardon-Halle war das Turnier ein Event“, erinnert sich Sachsenweger. „Diesmal war es ein Pflichttermin. Keiner hatte im Vorfeld wirklich Lust auf das Turnier. Dafür ist es wirklich reibungslos abgelaufen.“

Der FC/JS hatte sich anlässlich des Jubiläumsjahres – der Klub wird 100 – um die Titelkämpfe in der Halle beworben. Auch im Sommer wird der Verein von der Maybacher Heide die Stadtmeisterschaft ausrichten.

Wie der Klubchef ankündigte, im neuen Format: Gespielt wird an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden. Zunächst die Vorrunden und Ausscheidungsspiele, dann der große Finaltag. In Gesprächen mit den Trainern konnte Sachsenweger Befürworter gewinnen: „Vielen ist wichtig, dass keine wertvolle Vorbereitungszeit unter der Woche verloren geht.“

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