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Szene aus dem Hinspiel: Hertas Mamoudou Camara (v.) behauptet den Ball gegen 96-Abwehrmann Markus Scheffer.

Fußball

Fragwürdige Pfiffe

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RECKLINGHAUSEN - So unterschiedlich kann die Analyse zweier Trainer ausfallen. Während Faruk Turgut dem SV Herta 23 ein gutes Spiel bescheinigt, ist Amel Odobasic mit der Leistung des FC 96 nicht zufrieden gewesen.

Der Trainer der Elf vom Hohenhorst stand nach Abpfiff der beiden Kreisliga-A-Aufsteiger kopfschüttelnd am Spielfeldrand. Der 2:0 (1:0)-Erfolg konnte ihn kaum versöhnen.

„Wir haben keinen Fußball gespielt. Einige haben ihre Leistung nicht abgerufen“, monierte der 96-Trainer und bezeichnet es als Glück, dass seine Mannschaft drei Punkte einsammeln konnte. „Die sind zweifellos wichtig“, sagt Odobasic. „Und nach dem Wie unser Sieg zustande gekommen ist, fragt morgen auch niemand mehr. Für mich als Trainer ist die Leistung aber wichtig.“

In dieser Hinsicht habe ihm seine Elf einige Denksportaufgaben für die nächsten Tage mit auf den Weg gegeben. „Wir müssen hart arbeiten.“ Denn mit Tabellenführer Westfalia Vinnum erwartet der FC 96 am nächsten Spieltag einen Gegner, der eine ähnliche Vorstellung bestrafen könnte.

Das tat der SV Herta nicht, auch wenn Faruk Turgut seinen Spielern ein gutes Zeugnis ausstellte. „Der FC 96 hat verdient gewonnen, weil wir einfach unsere Möglichkeiten nicht nutzen“, haderte der SVH-Trainer mit der Chancenverwertung.

In dieser Hinsicht präsentierten sich die Gäste aus der Nachbarschaft effizienter. Mit einem abgefälschten Schuss sorgte Dennis Korte für die frühe 96-Führung (2.).

Herta schüttelte sich kurz und kombinierte gefällig. Doch entweder endeten die Vorstöße der Platzherren in der Abwehrreihe. Oder aber Torhüter Marcel Johns klärte. So wie beim Freistoß von Kaled El-Zein (23.). Auch Hertas Schlussmann Halil Ertem konnte sich gegen Maximilian Wilk auszeichnen (31.).

Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff wäre Hertas Schlussmann geschlagen gewesen, doch der 96-Torjäger setzte den Ball auf den Querbalken. Ein 0:2 wollten die Platzherren tunlichst vermeiden, doch der erhoffte Ausgleich wollte nicht gelingen. Hidir Ilsidar (51.) oder Tolgahan Capakli (65.) scheiterten aussichtsreich.

Dazwischen hatte Wilk per Foulelfmeter auf 0:2 (62.) gestellt. Nicht nur die Entscheidung von Schiedsrichter Christian Bärwald, nach dem Zweikampf von Kadir El-Zein und dem späteren Torschützen auf Strafstoß zu entscheiden, stieß den Fußballern vom Bruchweg bitter auf. „Seit drei Wochen pfeifen die Schiedsrichter gegen uns“, machte Turgut seinem Unmut Luft. „Wir spielen diszipliniert und werden dennoch verpfiffen.“

Das Derby der beiden Kreisliga-A-Aufsteiger war für Hertas Kadir El-Zein vorzeitig beendet (74.). „Das war kein Nachtreten“, sagt der Herta-Trainer.

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