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Jakob Knipfer (r.) versucht, seinem Horster Gegenspieler den Ball abzuluchsen.

Fußball

Mit frischen Kräften ins neue Jahr

GELSENKIRCHEN - Als Schiedsrichter Bekir Karagöz (Herne) die Bezirksliga-Partie zwischen dem SV Horst-Emscher II und den Sportfreunden Stuckenbusch abgepfiffen, atmete Trainer Frank Kandsorra erleichtert auf.

Der Tabellenelfte hatte die Winterpause derart herbeigesehnt, dass die 1:3 (0:1)-Niederlage schnell abgehakt wurde. „Wir sind physisch auf der letzten Rille. Jetzt heißt es straffen, frisches Blut dazu holen und sich dann in der Rückrunde neu aufstellen“, merkte Kandsorra nach dem letzten Spiel des Jahres an.

Geprägt wurde dieses von einer Vielzahl an Gelben Karten, die der Schiedsrichter konsequent bereits bei der kleinsten Meckerei zog. „Das hatte wenig mit Fußball zu tun, das machte schon viel kaputt. Ich verstehe die Jungs ein Stück weit, dass einem da die Hutschnur hochgeht“, so Kandsorra.

Spielerisch fanden die Sportfreunde zwar schleppend ins Spiel, konnten aber durch ihren ersten gut vorgetragenen Angriff in Führung gehen: Jakob Knipfer legte für Fatih Aldibas auf, der keine Probleme hatte, den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 einzuschieben (20.). Auf dem Weg zum möglichen 2:0 wurde Nils Vespermann von Horsts Okan Isleyen gefoult. Schiedsrichter Karagöz ahndete keine Notbremse, sondern beließ es bei „Gelb“ (40.).

Nach dem Kabinengang fiel schnell der Ausgleich. Adnan Isleyen war der Torschütze zum 1:1 (47.), bei dem es allerdings Gesprächsbedarf gab. „Die Jungs haben mir gesagt, dass der Ball vorher im Aus gewesen ist. Wenn das so war, dann hat der Schiedsrichter heute keinen glücklichen Tag gehabt“, merkte Kandsorra an.

Und dieser Tag war noch nicht vorbei. Für ein Foul in der Nähe der Mittellinie sah Maurice Simmer die Ampelkarte (54.). Lange hätte Stuckenbusch nicht in Unterzahl spielen müssen: Niklas Portmann wurde grob von Horsts Adnan Isleyen gefoult – die Rote Karte blieb in der Hosentasche des Unparteiischen (63.).

Zehn Stuckenbuscher verpassten nur knapp die erneute Führung: Nils Vespermann legte von der Grundlinie zurück auf Jakob Knipfer, der besser selbst geschossen hätte als zu Portmann abzulegen (83.). „Das war eine Riesenmöglichkeit. Den muss er einfach mit der breiten Seite auf das Tor schießen und darf ihn nicht noch einmal querlegen“, haderte Kandsorra.

Im Gegenzug ging dann Horst durch Oguzhan Kalayci in Führung. Tobias Rimböck setzte in der Nachspielzeit den 3:1-Schlusspunkt.

Da hatten sich die Reihen weiter gelichtet. Horsts Okan Isleyen sah wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte, Nils Vespermann glatt „Rot“.

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