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Emre Güler (blau) kommt einen Tick zu spät, die Vinnumer Abwehr kann klären.

Fußball

Gnadenlos effizent

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SÜD - Der FC Leusberg weiß jetzt, warum Westfalia Vinnum an der Spitze steht: Dank gnadenloser Effizienz gewann der Primus beim 3:2 (1:0) zum vierten Mal in Serie.

Wobei das auch nur die halbe Wahrheit darstellt: Zu viele „einfache Fehler“ vor den drei Gegentoren durch Christian Voßschmidt (45.+1), Moritz Wendel (72.) und Fatih Cengiz (83.) monierte Leusbergs Trainer Dirk Sadowicz. „Uns ist es nicht gelungen, defensiv stabil zu stehen.“

15 Gegentore mussten die Leusberger bereits hinnehmen. Die Balance passt noch nicht. „Teilweise gibt es viel zu große Löcher und die Abstände passen nicht mehr“, ging Sadowicz ins Detail. „Da müssen wir im Training ansetzen.“

Hinzu kommt, und das macht diese Niederlage so ärgerlich, Leusberg war mindestens gleichwertig, kassierte die Tore aber zum jeweils „maximal ungünstigen Zeitpunkt“, wie Sadowicz erläuterte. Das 0:1 fiel mit dem Pausenpfiff, 0:2 in eine Drangperiode der Gastgeber und das spätere 1:3, als Leusberg gerade den Anschluss geschafft hatte und durch Sven Görlichs Platzverweis (Gelb-Rot nach wiederholtem Foulspiel, 79.) Aufwind verspürte. „In Summe waren das Nackenschläge, die nicht zu kompensieren waren“, kommentierte der Cheftrainer die harte Landung.

Mit zuletzt zwei Siegen war beim Südstadt-Klub eine gewisse Breitschultrigkeit eingetreten: „Selbstbewusst“ hatte Sadowicz seine Mannschaft auftreten sehen. „Schade, dass wir dafür nicht belohnt worden sind.“ Tatsächlich probierten es die Leusberger mit den bekannten Mitteln: Ballbesitz, Kurzpassspiel, Pressing und Gegenpressing. „Ich kann der Mannschaft gar nicht so viel vorwerfen“, analysierte Sadowicz kühl. „Nur, dass wir unsere Chancen nicht nutzen.“

Speziell in der zweiten Halbzeit kam das Leusberger Spiel sehr nah an die Sadowiczsche Idealvorstellung von Fußball. Die Wende blieb aus genannten Gründen aus. Und, weil Ridvan Öztürk (Pfostentreffer, 60.) und Mario Droste (Freistoß, 85.) die nötige Präzision im Abschluss vermissen ließen. „Solche Chancen bekommt man gegen den Tabellenführer nicht häufig“, führte Sadowicz aus. „Sie müssen aber auch rein.“

Besser machten es Ali El-Batal per Drehschuss nach Abpraller von Vinnums Keeper Lukas Witthoff (1:2, 79.) und Kai Ragert per direkt verwandeltem Freistoß (2:3, 89.).

„Ein Punkt hätte uns in unserer Situation gutgetan“, blickte Sadowicz bereits auf die kommende Partie bei Borussia Ahsen. Abwehrmann Memduh Korkmaz verletzte sich kurz vor der Pause am Knie, Einsatz unwahrscheinlich. „Bis jetzt habe ich zusätzlich noch drei Abmeldungen für den Spieltag erhalten“, so Sadowicz weiter. „Bei unserem kleinen Kader haut das natürlich doppelt rein.“ Von oberen Tabellenregionen verabschiedete sich der Cheftrainer jedenfalls gedanklich. „Wir müssen erstmal punkten, punkten, punkten, um nicht nach unten abzurutschen.“ Nicht, dass es die nächste harte Landung gibt.

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