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Stuckenbusch feiert: Anil Sherzad (7) gratuliert Thorsten Voß zu seinem Treffer zum 2:0.

Fußball

Kandsorra führt Strichliste

RECKLINGHAUSEN - Die Sportfreunde Stuckenbusch flirten intensivst nach dem 2:0-Heimerfolg über den Erler SV bereits fünf Spieltage vor dem Ende mit dem Bezirksliga-Klassenerhalt.

Trotz ihrer ausgedünnten Personallage haben die Sportfreunde Stuckenbusch einen großen Schritt in Richtung Bezirkliga-Verbleib gemacht. Am Ostermonntag bezwangen die Elf vom Leiterchen den Erler SV dank einer Energieleistung mit 2:0 (1:0).

„Das dürfte es jetzt gewesen sein“, zeigte sich Trainer Frank Kandsorra nach dem Abpfiff erleichtert. Schließlich beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge inzwischen ganze elf Punkte. „Aber dass wir gewinnen, war in Anbetracht der personellen Situation alles andere als selbstverständlich“, betonte Kandsorra, der stolz auf die Leistung seiner Schützlinge war. „Wir haben wirklich das Beste aus der Situation gemacht.“

Der Fingerzeig des Übungsleiters ging auf den durch Spieler aus der Zweitvertretung ergänzten Kader. „Ich habe kürzlich eine Strichliste gemacht, um zu schauen, wie viele Spieler seit dem Saisonbeginn entweder gegangen sind oder langfristig ausfallen“, erklärte Kandsorra, dessen Zählung sich auf 18 Akteure belief. 14 Zusammengewürfelte waren am Ende des Tages jedenfalls genug, um den Tabellensechsten aus Gelsenkirchen zu besiegen.

In der Anfangsphase neutralisierten sich beide Mannschaften auf einem eher unterdurchschnittlichen Niveau. Nach ein paar Halbchancen gehörte den Gästen die erste dicke Gelegenheit. Marvin Scholz behauptete sich im Luftduell am Elfmeterpunkt und setzte den Ball gegen die Laufrichtung von Keeper Niko Wollny an den Querbalken (24.).

Daraufhin blieben die Gelsenkirchener zunächst das bessere Team, ehe auch Stuckenbusch aus seiner Komfortzone hervorkam. Emanuel Walpuski hatte die Führung auf dem Fuß, scheiterte an Torwart Tobias Zimmer (41.). Noch vor dem Pausentee machte es Walpuski besser, bewies eine gute Übersicht und legte zu Jakob Knipfer ab. Der ließ sich nicht zweimal bitten und schob aus zur Pausenführung ein (43.).

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit hielt zwei Riesengelegenheiten bereit. Erst verpasste Fatih Aldibas das 2:0 aus wenigen Metern (50.), ehe im direkten Gegenzug Erles Robin Hermans freistehend das Leder über den Kasten setzte (51.).

Fortan war nicht abzusehen, in welche Richtung es gehen würde, weil Erle zwar Nadelstiche setzte, aber letztlich zu wenig auf den Ausgleich drängte. Stattdessen fand Igor Ilic mit seiner Flanke auf den zweiten Pfosten Thorsten Voß, welcher die Kugel punktgenau zum umjubelten 2:0 in die Maschen köpfte (62.).

Das Tor war zugleich so etwas wie der Genickbruch für die Gäste, die danach kaum noch den gegnerischen Sechzehner fanden. Julian Jürgensen hatte noch die beste Chance zum Anschlusstreffer, aber Niko Wollny hielt nicht nur den Ball, sondern auch die Null fest (80.).

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