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Rückblick aufs Trainingslager im Sommer 2006: FFC-Trainer Ralf Giera erklärt den U17-Juniorinnen um Alexandra Popp (3.v.l.) die nächste Übung.

Fußball

Karrierestart beim 1. FFC   2003 - über Recklinghausen auf die große Fußball-Bühne

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Sie ist die wohl prominenteste Fußballerin, die im Kreis Recklinghausen am Ball war: Zwischen 2006 und 2008  spielte Alexandra Popp für den Verbandsligisten 1. FFC Recklinghausen 2003.

  • Alexandra Popp wechselt zur Saison 2006/07 zum 1. FFC Rechlinghausen 2003
  • Damaliger U17-Trainer Ralf Giera erkennt schnell das Potenzial der Torjägerin
  • Heute 29-Jährige  gehört zur "goldenen Generation" des Vereins

Er ist der Mann, der die talentierte Fußballerin im Sommer 2006 nach Recklinghausen lotste: Ralf Giera, der seinerzeit die U17-Juniorinnen des 1. FFC 2003 trainiert hat, erkennt schnell: „Aus ihr wird mal eine große Fußballerin.“

Der Hertener soll recht behalten. Die seit wenigen Tagen 29-Jährige blickt bereits auf eine beeindruckende Karriere zurück. „Ich bin sicher“, sagt Ralf Giera, „eines Tages wird ihr Name im gleichen Atemzug mit Birgit Prinz genannt.“ Die ist bekanntlich mehrfache Weltfußballerin und Weltmeisterin – Titel, die Alexandra Popp noch fehlen. 

Auch wenn der Kontakt zu seinem ehemaligen Schützling abgebrochen ist, verfolgt Ralf Giera ganz genau, wie sich die Nationalspielerin in Diensten des VfL Wolfsburg auf der nationalen und internationalen Fußball-Bühne schlägt. „Da werden Erinnerungen wach“, sagt er. 

Über Westfalenauswahl nach Recklinghausen 

Den Kontakt zur talentierten Kickerin aus Silschede hatte einst Sarah Schröder hergestellt, die mit Alexandra Popp in der Westfalenauswahl gespielt hatte. „Über Verbandssportlerin Kathrin Peter wusste ich viel über sie.“ 

Nach einem Gespräch mit Familie Popp war schnell klar: Alexandra schließt sich zur Saison 2006/07 den Bezirksliga-U17-Juniorinnen des 1. FFC an. „Sie war zuvor unterfordert“, erinnert sich Giera an das Gespräch mit den Eltern und lieferte in diesem gute Argumente für einen Wechsel in die Festspielstadt: Wir hatten eine junge, aufstrebende Truppe“, sagt der Trainer über die damalige B-Jugend. „Eine goldene Generation.“ 

Viele Teamkollegen spielen ebenfalls höherklassig

Zu der gehört etwa auch Anna-Lena Klos, die Kapitänin der aktuellen Regionalliga-Mannschaft des 1. FFC, oder Sarah Grünheit, die derzeit in der 2. Bundesliga für Arminia Bielefeld spielt, oder erwähnte Sarah Schröder, die für die Bundesligisten SG Wattenscheid 09 oder SC 07 Bad Neuenahr aktiv war. 

Aus der starken Jugend-Mannschaft, die 2007 in die Westfalenliga aufstieg, habe Alexandra Popp aber immer ein wenig herausgeragt, erinnert sich Ralf Giera. Weil sie sich auf dem Platz durchsetzen konnte, wie keine andere. „Sie hat mehrwie ein Junge gespielt“, schmunzelt ihr ehemaliger Trainer und legt sich fest: „Sie hätte sich auch gegen B- oder A-Junioren durchsetzen können.“

Weggang nach knapp verpasstem Regionalliga-Aufstieg

Weil die heute 29-Jährige bis zum Wechsel nach Recklinghausen in der Jungen-Mannschaft ihres Heimatvereins FC SW Silschede spielte. Daher fasste Alexandra Popp im Damen-Bereich auch schnell Fuß. Und zwar derart, dass Ralf Giera ihr nach einererfolgreichen Verbandsliga-Saison mit dem nur knapp verpassten Regionalliga-Aufstieg empfahl, die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu erklimmen. „Ich habe ihr gesagt, dass sie gehen muss.“ 

Alexandra Popp wechselte im Sommer 2008 zum FCR Duisburg. Seit 2012 spielt sie beim VfL Wolfsburg. Die gebürtige Wittenerin hat mehr als 300 Bundesliga-Spiele absolviert, ist vielfache Deutsche Meisterin und DFB-Pokalsiegerin sowie zweifache Champions-League-Siegerin mit dem VfL Wolfsburg. Mit der Nationalelf (107 Länderspiele) gewann sie bei den Olympischen Spielen Rio 2016 die Goldmedaille.

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