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Wieder ein Gegentor: Gleich 77 Mal schlug es beim FC Leusberg (blaue Hemden) in der Hinrunde ein.

Fußball

Krise bei Schlusslicht FC Leusberg: "Wir müssen dankbar sein"

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Von 14 Kreisliga-Spielen konnte der FC Leusberg nur eines gewinnen, neun erzielten Toren stehen 77 kassierte gegenüber. Rückt jetzt der Rettungstrupp an?

  • Vorstand und Spieler treffen sich zur Analyse
  • Trainer Michael Martens fordert Verstärkung
  • Einen Rückzug der Mannschaft schließt die Klubführung nicht aus

„Die hohen Klatschen sind nicht schön“, erklärt Klubchef Hans Lühn, der am vergangenen Sonntag das 1:7 gegen SW Röllinghausen mit ansah. Nach dem Umbruch im Sommer sehen "uns die anderen Mannschaften als Absteiger Nummer eins". Laut dem Präsidenten sei auch „klar, dass mit dieser Mannschaft nicht viel mehr möglich ist. Das wissen wir.“

Trainer Michael Martens präzisiert: „Ich muss Spieltag für Spieltag gucken, wer uns überhaupt zur Verfügung steht.“ Das Bemühen ist der Mannschaft nicht abzusprechen. Das treibt beim FC Leusberg bisweilen seltsame Blüten. Spieler aus der Drittvertretung (Kreisliga C) und den Altherren füllen den Kader (oder die Startelf) auf. Mit Rudolf Flüchter kam ein Ü60-Spieler beim Auswärtsspiel in Flaesheim über 90 Minuten zum Einsatz. Das kostete nicht nur der ersten Mannschaft bereits Punkte.

Neue Spieler? "Nicht auf Biegen und Brechen"

„Ich bin dankbar für jeden Spieler, der mit anpackt“, sagt Martens. „Aber wir brauchen Verstärkungen. Spieler, die uns sofort weiterhelfen.“ Und genau darin liegt der Kern des Problems: Wer schließt sich dem Tabellenschlusslicht an? „Auf Biegen und Brechen holen wir keine Spieler mehr. Die Zeiten sind vorbei“, bekräftigt Lühn abermals. Die finanziellen Aufwendungen seien drastisch zurückgefahren worden.

Klärendes Gespräch am Wochenende

Am Samstag trifft man an sich der Strünkedestraße zum Gespräch zwischen Vorstand und Spielern, um die sportliche Lage zu analysieren. „Voraussetzung ist, dass alle Spieler bleiben“, erklärt Lühn. Und wenn nicht? „Dann muss man sich Gedanken machen.“ Einen Rückzug der Mannschaft wollte der Klubchef nicht kategorisch ausschließen, das sei allerdings nicht die bevorzugte Lösung. „Drei, vier neue Spieler“ hätten schon ihre Zusage gegeben, berichtet Lühn.

Reicht das für die Rückrunde? Michael Martens will deshalb noch abwarten. „Die Hinrunde ist nicht optimal gelaufen“, beschwichtigt der Trainer, der selbst auf dem Spielermarkt nach Zugängen fahndet. „In der Tabelle sind wir nicht abgeschlagen. Vielleicht geht noch etwas.“

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