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Von wegen graue Maus: Hallenstadtmeister SW Röllinghausen bejubelt den Titelgewinn.

Fußball

SWR macht das Double perfekt

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RECKLINGHAUSEN - Nach dem Triumph auf dem Feld ist die zweite Mannschaft von SW Röllinghausen also auch der neue Regent in der Halle. Mit dem 3:1 nach Neunmeterschießen gegen Vorjahressieger SV Herta 23 machte SWR II mit dem Gewinn der Hallenstadtmeisterschaft für Zweit- und Drittmannschaften das „Double“ perfekt, was aber noch nicht das Ende sein muss.

Trainer Thomas Speicher, der das Coaching zwar seinen Spielern überließ, dennoch auf der Tribüne mitfieberte und mit lauten Zwischenrufen auf taktischer Ebene ins Geschehen eingriff, war einfach nur glücklich: „Die Jungs haben sich für ein starkes Turnier belohnt. Wir sind schlecht reingekommen, haben uns aber von Spiel zu Spiel gesteigert.“

In der Meisterschaft liegt der B-Kreisligist vor dem ersten Spieltag der Restrunde auf Rang zwei, könnte sportlich die Saison mit dem dritten Titelgewinn vollends krönen. „Ich hoffe, das gibt uns einen Schub“, betont Speicher. Das war nach der Pokalübergabe noch ferne Zukunftsmusik. Zu aufreibend waren die zwölf Finalminuten inklusive Neunmeterschießen. Und der Titelverteidiger hadert mit den Schlusssekunden, als Krisztian Sztrimacz das leere Tor nicht traf. „Den muss er machen“, stöhnte auch Ali Mahmoud. Der Herta-Kapitän unterstützte seine Teamkollegen von der Bank aus. „Da hatten wir riesiges Glück“, erkannte auch Speicher.

So hatten nur Hertas Cihad Akarca (5.) und Röllinghausens Niklas Korziak (8.) im Finale getroffen. Mit dem Prädikat „überragend“ lobte Speicher die Turnier-Leistung seines Torhüters Philipp Ress, der im Neunmeterschießen gegen Sztrimacz und Manuel Iser parierte. Weil Korziak und Aboubacar Diallo verwandelten, nahm Kapitän Michael Lisiewicz den großen Silberpokal der Siegerehrung entgegen.

Dort sorgte Muharrem Gürbüz mit seiner lockeren Art für Lacher. „Es tut mir für meine Omayrat-Brüder leid“, erntete der Geschäftsführer von Ausrichter Genclikspor, zunächst verdutzte Gesichter. „Aber ihr habt ja letztes Jahr gewonnen. Man muss auch gönnen können.“ Insgesamt zog Gürbüz ein positives Fazit: „Die meisten Spiele waren fair. Natürlich kann es immer mal hitzig werden. Aber die Schiedsrichter hatten es gut im Griff“, gab es auch ein Lob für die Spielleitung von Christian Rübenstahl und Hans-Dieter Schnell.

Wieder hatte das Turnier für Überraschungen gesorgt: Favoriten wie Vorjahresfinalist SV Hochlar 28 (aufgrund des schlechteren Torverhältnisses) und Serientriumphator FC/JS Hillerheide (aufgrund miserabler Leistungen) schieden in der Vorrunde aus. Die C-Ligisten SV Herta III und FC Leusberg preschten somit in die Zwischenrunde vor, was Michael Höcker recht unvorbereitet traf. „Eigentlich wollte ich Bremen gucken“, blickte der FCL-Trainer auf die Uhr. Nach dem Zwischenrunden-Aus schaffte es der Übungsleiter zur zweiten Halbzeit vor den Fernseher. Da führte Werder schon mit 3:0 gegen Augsburg...

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