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FC/JS-Torhüter Marc Smyk (v.) senkt den Blick. Hinten feiern die Suderwicher den Treffer zum 2:0 feiern.

Fußball

Nach Derbypleite: Abstieg des FC/JS Hillerheide ist amtlich

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RECKLINGHAUSEN - Jetzt geht nichts mehr. Nach dem 0:3 im Derby bei der SG Suderwich ist der FC/JS Hillerheide aus der Bezirksliga abgestiegen.

Eine plötzliche Entwicklung ist das nicht. „Wir sind nicht heute abgestiegen“, räumt Hillerheide-Trainer Rabih Such ein – und zog den Vergleich zu den Bundesligisten aus Nürnberg und Hannover, die nach langem (sportlichen) Siechtum endlich Planungssicherheit für die tiefere Spielklasse haben. Das lange Hillerheider Leiden hat ein Ende. „Über die gesamte Saison gesehen ist der Abstieg die logische Konsequenz“, erklärt Such.

FC/JS macht in der Sommerpause einen Schnitt

Im Prinzip haben die Heider nie so wirklich in die Spielzeit gefunden. „Wir hatten gute Spiele“, sagt der Heider Cheftrainer. „Aber keine gute Phase.“ Zu oft musste er aufgrund von Verletzungen und Sperren umstellen. Eine Stammformation konnte sich zu keinem Zeitpunkt herauskristallisieren. Auch der Zusammenhalt der Vorsaison, der den FC/JS zum Klassenerhalt trug, war nicht mehr vorhanden. Mittlerweile räumt Such auch freimütig ein, dass der Abstieg eine Aneinanderreihung von Fehleinschätzungen ist. „Wir werden im Sommer einen klaren Schnitt machen und eine Etage tiefer neu aufbauen.“ Das Funkeln in Suchs Augen verrät: Die Vorfreude auf die neue Aufgabe ist definitiv vorhanden.

Platzverweis bringt Hillerheide aus dem Konzept

Sportlich waren die 90 Minuten an der Lülfstraße symbolisch für die gesamte Bezirksliga-Saison: Wieder hatten Rabih Such und Assistent Patrick Krull auf einigen Positionen umstellen müssen. Schnell gab es den ersten Rückschlag, als Maurice Mlodoch eine Freistoßflanke fast unbedrängt einköpfte (4.). Wieder brachte sich Hillerheide in Unterzahl, als Samet Civkin erst nach einem Foul und dann nach späteren Reklamieren die Ampelkarte sah (20.). Das 2:0 per einwandfreien Konter, abgeschlossen durch Sinan Özkaya (29.), darf einer auf defensiver Stabilität ausgerichteten Mannschaft wie Hillerheide einfach nicht unterlaufen. „Suderwich macht mit zwei guten Angriffen auch zwei Tore. Wir bringen uns mit dem Platzverweis aus dem Konzept. Das reicht nicht, um in der Bezirksliga zu bestehen“, fasste Such zusammen.

Routinier Arek Grad erzielt den Endstand

Gegenüber Nassir Malyar war mit dem Zustandekommen des Derbysiegs einverstanden. „Ballbesitz ist Spielkontrolle“, predigt der Suderwicher Trainer. „Hillerheide will kontern. Dazu brauchen sie aber auch Räume und Ballgewinne. Das haben wir ihnen nicht gestattet. Deshalb bin ich sehr zufrieden.“ In einer weitgehend ereignisarmen zweiten Halbzeit erhöhte Arek Grad per Kopfball, nachdem Dirk Junge die Latte traf, noch auf 3:0 (63.).

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