Michael Pannenbecker (r.) und Assistent Thomas Mlodoch (2.v.l.) präsentieren die Neuerwerbungen: (v.l.) Niklas Portmann, Hayssam Siala, Timur Akalin, Kevin Portmann, Onur-Sahin Altay, Kahan Kilziltas, Max Elvermann und Pascal Bauer. Neu im Trainerstab ist Udo Sievert (l.).
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Michael Pannenbecker (r.) und Assistent Thomas Mlodoch (2.v.l.) präsentieren die Neuerwerbungen: (v.l.) Niklas Portmann, Hayssam Siala, Timur Akalin, Kevin Portmann, Onur-Sahin Altay, Kahan Kilziltas, Max Elvermann und Pascal Bauer. Neu im Trainerstab ist Udo Sievert (l.).

Fußball

Neuer Anlauf

  • vonKevin Korte
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RECKLINGHAUSEN - Akribisch ist Michael Pannenbecker, was die Taktikschulung betrifft. Gerade in diesen Tagen, wo die Vorbereitung in eine vorentscheidende Phase geht. Gerade nach dieser Transferperiode, die den Kader der Sportfreunde Stuckenbusch in seinen Grundfesten erschütterte.

Wir mussten umstrukturieren“, erklärte Pannenbecker bei der Saisoneröffnung am vergangenen Sonntag. Unter den acht Abgängen, denen zehn Neuzugänge gegenüberstehen, sind prägende Persönlichkeiten der vergangenen Spielzeiten.

Dabei verfuhr der Klub vom Leiterchen nach bewährtem Konzept: Talentierte, entwicklungsfähige Jungspunde standen erneut im Fokus. Was die Verpflichtungen der U19-Spieler Niklas Portmann, Onur-Sahin Altay (beide Spvgg. Erkenschwick), Kahan Kiziltas (SV Schermbeck) und Timur Akalin (Westfalia Herne) verdeutlichen. Dazu gesellen sich Spieler, die andernorts unter ihren Möglichkeiten blieben und/oder sich in der Landesliga neu beweisen wollen. Aus dieser Kategorie sind die Transfers von Kevin Portmann, Hayssam Siala (beide SV Hochlar 28), Max Elvermann, Pascal Bauer (beide VfB Bottrop) und Alex Goronczy (Preußen Gladbeck). Torhüter Lukas Walter (Spvgg. Erkenschwick II) soll Platzhirsch Kevin van Holt Druck machen und zu einem Leistungsschub verhelfen. „Durch Konkurrenzlosigkeit klappt das nicht“, so Pannenbecker.

Zu eindimensional sei das Stuckenbuscher Spiel in der Endphase der abgelaufenen Saison gewesen. „Vieles hat sich dann auf Mirko Eisen konzentriert. Hat der Gegner ihn aus dem Spiel genommen, hatten wir Probleme mit der Kreativität.“

Jenes Szenario droht nicht mehr: Eisen wechselte zu Oberligist Spvgg. Erkenschwick. Ebenso haben Daniel del Puerto Schillo (Teutonia SuS Waltrop), Kevin Körnig, Matthias Fabich, Christian Johns (alle FC/JS Hillerheide), Christian Kaup (Karriereende), Ahmet Köse und Adnan Mulavdic (Ziel unbekannt) den Klub verlassen.

Einen „Eins-zu-Eins“-Transfer für Eisen gab es nicht. Obwohl Pannenbecker liebend gern noch einen Mittelstürmer klassischer Prägung präsentiert hätte – kantig, ballbehauptend, abschlussstark. In Ermangelung eines derartigen Spielertyps sucht Michael Pannenbecker nach „anderen Lösungen“ und zielt damit auf den Spielstil ab: Noch ist Stuckenbusch ein Experimentier-Labor. Das optimale System mit den dazu passenden Spielern sucht Pannenbecker noch.

Der taktische Schwerpunkt liegt auf Ballzirkulation, Kurzpass- und Positionsspiel ohne dabei die Defensivarbeit zu vernachlässigen. Klar ist, die Konkurrenz hat seine Haltung über die Rot-Weißen geändert, spielt nun abwartender, vermehrt auf Sicherung des eigenen Tores bedacht. Es war ein offenes Geheimnis, dass Stuckenbusch mit tief stehenden Gegnern seine liebe Mühe hatte. „Wir werden deutend mit langen Bällen operieren“, gesteht Pannenbecker. „Das gefiel mir schon in der letzten Saison nicht.“ Mit Mut und noch mehr Laufbereitschaft wollen die Sportfreunde die Landesliga aufmischen.

Angesprochen auf ein Saisonziel lacht der Teamchef und verweist auf denselben Zeitpunkt im Vorjahr: „Ich denke, dass ich damals mit Platz vier höchst zufrieden gewesen wäre.“ Das Zustandekommen dieser Platzierung ist hinlänglich bekannt.

Und weil Prognosen in der „ausgeglichensten Landesliga-Staffel“ für Pannenbecker wenig Sinn machen, strebt er zumindest wieder „das obere Drittel“ an.

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