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Der doppelte Torschütze David Meyer (links) lässt sich auch in dieser Szene von Meckinghovens Marcin Mysior nicht vom Ball trennen.

Fußball

Nichts für schwache Nerven

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HOCHLAR - Eine Empfehlung an Bundestrainer Jogi Löw vorweg: Er sollte seinen erfolglosen Stürmern den Besuch eines Spiels der Kreisliga A empfehlen. Am besten wenn der SV Hochlar kickt. Sechs Treffer in einem Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe, das war schon sehenswert. Das Heimspiel gegen SW Meckinghoven gewann der SVH mit 6:4 (3:0).

Dabei sah es in der Anfangsphase gar nicht gut aus für das Team vom niederländischen Trainer Henry Schoemaker. Die Gäste wollten sich unbedingt für die 0:7-Schlappe aus der Vorwoche gegen Genclikspor rehabilitieren.

Und es sah gut aus, was die Meckinghover auf dem Naturrasen zelebrierten. Bevor die Hausherren den ersten Schuss auf das Tor der Gäste losließen, hätte Meckinghoven schon klar führen können. Doch Elias De Ranca (2./6.) und Tom Judwerschat (4.) vergaben in aussichtsreicher Position.

Danach übernahm dann aber der SVH das Kommando: Eine verunglückte Flanke von David Meyer senkte sich über Meckinghovens Keeper Kevin Lemke hinweg an den Pfosten und von dort ins Netz – 1:0 (11.). Nur vier Minuten später war Meyer nach einem Einwurf mit anschließender Flanke per Kopf zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Die Gäste waren in der Folge völlig von der Rolle. „Wir standen zu weit weg vom Gegner“, meinte auch Gästetrainer Michael Nachtigall. So war es nur eine Frage der Zeit, wann Hochlar den dritten Treffer nachlegen würde: Zwei Minuten vor der Pause war es Mirzet Efendic, der mit einem Distanzschuss auf 3:0 stellte.

Die zweite Halbzeit begann genauso wie die erste. Allerdings ließen die Gäste ihre Chancen diesmal nicht so fahrlässig liegen. Der eingewechselte Linus Moormann verkürzte mit einem Doppelschlag auf 2:3 (46./49.). Für das 3:3 war dann wenig später Michail Tsiafakis zuständig (53.). Als dann Moormann die Gäste gar in Führung geschossen hatte (57.), drohte Hochlar die nächste Niederlage. Doch nur eine Minute später erzielte Lukas Matena den Treffer zum 4:4.

Nach diesen turbulenten Minuten gönnten beide Teams sich und den Zuschauern eine Verschnaufpause. Fahrt nahm die Partie dann wieder eine Viertelstunde vor Abpfiff auf. Die Gäste verfielen wieder in die Fehler aus der ersten Halbzeit und ließen Hochlar viel Raum. So hatte Efendic bei seinem zweiten Treffer keine Mühe, die Schoemaker-Elf wieder in Führung zu bringen – 5:4 (74.). Die Entscheidung nur 60 Sekunden später: Efendic drang in den Strafraum und wurde elfmeterreif gelegt. Der Gefoulte vollstreckte sicher zum 6:4-Endstand. Als dann Marcin Mysior mit Gelb-Rot vom Platz musste (84.), war die Partie entschieden.

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