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Stefan Matecki (l.) und Fabian Mackowiak sind bedient: Der SV Horst-Emscher II feiert das 3:1.

Fußball

Rätselhafter Einbruch

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RECKLINGHAUSEN - Das 1:3 (0:1) beim SV Horst-Emscher II ist für Aufsteiger SW Röllinghausen ein empfindlicher Rückschlag im Bezirksliga-Abstiegskampf.

Dass lediglich Torhüter Marian Berges mit einem Lob bedacht wurde, dient nur als weiterer Beleg für den dürftigen Auftritt. Daniel Konert, der mit Frank Fuhrmann die Röllinghäuser betreut, räumt ein, dass auch ihn dieser Leistungseinbruch rätselhaft vorkommt. „Völlig verdient“ habe das Schlusslicht beim Mitkonkurrenten verloren. „Ich habe nicht verstanden, warum wir uns hinten reingestellt haben und förmlich auf den Gnadenstoß gewartet haben.“

In der Tat: Das Röllinghäuser Spiel, sonst so kraftvoll und auf Ballgewinne im zentralen Mittelfeld ausgelegt, offenbarte genau dort ozeangroße Löcher und wirkte fahrig und schlapp. Horst-Emschers Oskar Skrzecz und Anil-Can Elemen (ein Ex-Stuckenbuscher) eilt nicht unbedingt der Ruf als schillernde Mittelfeld-Dirigenten voraus, das Duo konnte aber mit exorbitant viel Platz Tempo und Spielrichtung diktieren.

So rückte Marian Berges schneller in den Fokus, als es den zahlreich mitgereisten Röllinghäusern lieb sein konnte. Mit etlichen Paraden verhinderte der Schlussmann einen noch höheren Rückstand als das 0:1 zur Pause, das Horst-Emschers Kapitän Tobias Rimböck erzielte (33.).

„Wenn man so passiv agiert, ist es dann schwierig ins Spiel zu finden“, bedauert Konert. „Wir haben den Ball aufgrund krasser individueller Fehler nicht halten können. Wir haben nicht nach vorn gedacht.“ Erst als Horst-Emscher durch Serdar Köse auf 2:0 stellte (56.), weckte das den Röllinghäuser Kampfgeist. Aber selbst nach dem Anschlusstreffer, den Fabian Mackowiak markierte (75.), kamen die Gäste nicht für eine Wende in Frage.

Bezeichnend: Justin Kaup sah nach der Elfmeter-Entscheidung von Schiedsrichter Marc Schüler die Gelb-Rote Karte wegen Meckerns (86.), obwohl er nicht direkt beteiligt war. Zwar löffelte Chris-Nico Lantermann den Ball über das Gehäuse (88.), die Entscheidung holte aber Pascal Roith nach (90.+3). So rückt das rettende Ufer für SWR – mit nun sechs statt drei Zählern – wieder in die Ferne. Wieder rätselt Konert: „Wenn wir die Chance haben, einen wichtigen Sieg zu landen, versagen wir.“

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