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Im Pokaleinsatz: Während Hillerheide und Tim Gilgner (M.) auf Bertlicher Asche ranmüssen, erwarten die „Ludwiger“ (v.l.) Tobias Scheib, Semih Koymatoglu und Thorben Stephan den SV Hochlar 28.

Fußball

Reizvolle Aufgaben

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RECKLINGHAUSEN - Es ist eine gewisse Lust am Kreispokal-Wettbewerb zu spüren. Nicht unbedingt, da die Recklinghäuser Vertretung zum engsten Favoritenkreis gehören. Nein, Auslosung und kurze Anfahrten würzen die „letzten Testspiele“ vor dem Ligastart.

Spvgg. 95/08 - SV Hochlar 28 (19 Uhr, Schimmelsheider Park):

Mit dem Thema Chancenverwertung liegt Andreas Sperling, der mit Özcan Ermek ein Gespann bildet, seinen Spielern schon in den Ohren. „Wir müssen das Spiel vorher entscheiden“, so der Trainer der Spvgg. 95/08 über die Pokal-Überraschung gegen den SV Herta (8:7 n. Elfmeterschießen). Einen ähnlich anstrengenden und aufreibenden Abnutzungskampf will der Teamchef am Abend gern vermeiden: „Sonntag starten wir in der Liga. Dann nochmals 120 Minuten aus dem Pokal in den Beinen zu haben, wäre brutal.“

Sperling lobt die Moral seiner Mannschaft. „Wir haben mehrmals einen Rückstand aufgeholt. Das Team hat sich während der Vorbereitung enorm gesteigert.“

Mangelndes Interesse am „Ludwiger“ Pokalerfolg kann man dem A-Kreisligisten aus Hochlar nicht vorwerfen: „95/08 hat gezeigt, dass sie in der Lage sind, einen heißen Fight zu liefern. Das ist eine Mannschaft, die über die Mentalität kommt. Wir müssen daher geduldig bleiben“, sagt Hochlars Interimstrainer Thomas Kranjc.

Die „Urlaubsvertretung“ von Cheftrainer Henry Schoemaker legt auch den Fokus auf das erste Ligaspiel gegen den FC Leusberg am Sonntag, aber in anderer Hinsicht. Kranjc will eine „mögliche Startelf“ aufbieten, um „sich einzuspielen“.

Genclikspor - BWW Langenbochum (18:30 Uhr, Eintracht-Stadion):

Der Gesichtsausdruck von Neuzugang Nils Weber, als er sich an den Fuß griff, verriet alles. Der Mittelfeldmann knickte ohne Fremdeinwirkung in der Schlussphase des Pokalspiels gegen den FC Leusberg (2:1) um.

Weber dient als Symbol der Gencliker Lage: Viel wollen die Süder, die sich große Ziele für die kommende Kreisliga-Spielzeit gesteckt haben, nicht riskieren. Andererseits ist das Pokalspiel gegen Langenbochum reizvoll. „Ein starker Gegner“, lobt Teamchef Adem Kurt, „der uns richtig fordern wird.“ Für die Süder ist das Langenbochum-Spiel die Standortbestimmung vor dem Liga-Auftakt: Weshalb Kurt an der Taktik gar nicht viel verändern wird. „Wir wollen unser Spiel durchbringen und schauen, wo noch unsere Schwächen liegen.“

SuS Bertlich - FC/JS Hillerheide

(19 Uhr, Sportanlage Herten-Bertlich, Heinrich-Obenhaus-Straße 45): Mit Sicherheit wird sich auch bis zum FC/JS das Stuckenbuscher 4:3 nach Verlängerung gegen den SV Westerholt herumgesprochen haben. Nicht unbedingt aus purer Schadenfreude, dass der Ligarivale sich beim B-Ligisten schwertat, sondern weil auch heute Abend auf der Bertlicher Asche wieder eine „Pokal-Überraschung“ droht.

Als „schwierige Aufgabe“ bewertet Trainer Rabih Such das Pokalspiel beim B-Ligisten. „Wir müssen Bertlich ganz schnell den Zahn ziehen – oder uns wird der Zahn gezogen.“ Angeschlagene Spieler wie Michell Kasbrink und Alexander Geßner werden geschont. Suchs Maxime: „Rentfort ist wichtiger.“ Dort startet der FC/JS am Sonntag in der Bezirksliga.

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