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Dass Fußball auch ein Kampfspiel kann, sollen Dirk Kitsch (r.) und SW Röllinghausen im absoluten Kellerduell mit Genclerbirligi Resse unterstreichen.

Fußball

"Schönspielerei hilft uns nicht"

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  • Kevin Korte
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RECKLINGHAUSEN - Kontrastprogramm auf Recklinghäuser Art: Während die SG Suderwich sich an der durchaus angenehmen Aufgabe versucht, den Spitzenreiter zu stürzen, sind die drei weiteren Bezirksligisten im Abstiegskampf verwickelt, die Sportfreunde Stuckenbusch allerdings nur indirekt.

SW Röllinghausen - Genclerbirligi Resse.

Die schwierig zu definierende Hinrunde kann SWR im Duell mit den Gelsenkirchenern und dem abschließenden Derby gegen Hillerheide noch retten.

Zwar häufen sich gerade jetzt die Ausfälle, „aber wir werden nicht jammern“, sagt Trainer Frank Fuhrmann. Er und Daniel Konert werden gegen Resse Konsequenzen aus dem 0:4 bei der SG Castrop ziehen. „Schönspielerei hilft uns nicht weiter. Wir haben genau gesehen, auf wen wir uns verlassen können.“

Rhetorisch hat an der Klarastraße der Abstiegskampf längst begonnen. Da verwundert auch Fuhrmanns Erfolgsrezept nicht: „Wir müssen die Zweikämpfe gewinnen und darüber ins Spiel kommen.“

SG Suderwich - SV Vestia Disteln.

Mit dem Derbysieg auf der Hillerheide hat die SGS solide Rücklagen gebildet. Als Tabellensechster mit 22 Zählern steht die Mannschaft von Trainer Nassir Malyar nicht unmittelbar im Verdacht, in Abstiegsnöte zu geraten. Ein bemerkenswerter Erfolg für einen Aufsteiger im zweiten Jahr, das bekanntlich das wesentlich schwierigere Spieljahr sein soll.

Im Vorjahr wies das SGS-Konto 23 Zähler nach der ersten Halbserie aus. Schon gegen den Spitzenreiter könnte die SGS diese Marke erreichen. „Das ist unser Ziel“, erklärt Malyar selbstbewusst, der sich gegen flexible Distelner einen taktischen Plan zurechtgelegt hat: „Wir müssen nah am Gegenspieler sein“, verblüfft die simple Forderung Malyars. „Disteln hat viele Spieler mit einer Mordsqualität. Da reicht ein unachtsamer Moment und schon klingelt es.“

SF Stuckenbusch - SV Zweckel.

Es sind zwei Sätze, die die Stuckenbuscher Grundhaltung präzise erfassen: „Wir wollen dreifach punkten. Mit allem, was wir haben.“

Frank Kandsorra wird es zwar unangenehm auf die personelle Not hinzuweisen, die durch die Verletzungen von Bejan Ganiu, Fatih Aldibas und Lukas Veltmann aus dem Schwerin-Spiel nicht verringert wird. „Die Mannschaft nimmt die Situation an“, lobt der Cheftrainer. Seine Aufgabe sei nun „zu erkennen, was wir mit diesem Material spielen können.“

Was die Lage verkompliziert: Mike Theis ist als Trainer der Gladbecker zurückgetreten. Karl Englich, ehemals FC 96, hat übernommen. „So etwas kann Kräfte freisetzen“, ahnt Kandsorra.

Erler SV - FC/JS Hillerheide.

Die Enttäuschung nach der Niederlage gegen Suderwich ist bei Rabih Such noch zu spüren. „Das war sehr lehrreich.“ Seit Wochen moniert der FC/JS-Trainer ein schwaches Umschaltspiel bei Ballgewinn. Gegen die SGS machte Such ein weiteres Defizit aus, an dem die Elf von der Maybacher Heide bei den spielstarken Gelsenkirchenern arbeiten muss: Am Defensivverhalten bei einem Ballverlust.

„Erle ist ein unbequemer Gegner“, sagt Such, die der schwankenden Ergebnisse des ESV nicht einordnen kann. „Sie spielen im Prinzip wie wir. Nur mit dem Unterschied, dass sie zwölf Punkte mehr haben.“ Bei diesem Abstand soll es bleiben, hofft der Trainer, der wieder auf den zuletzt gesperrten Tim Gilgner zurückgreifen kann.

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