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Auftakt eines torreichen Nachmittags an der Lambertstraße: Marcel Münninghoffs Kopfball (verdeckt) kann TuS-Keeper Carlos Frecker noch parieren, Lukas Bretthorst (nicht im Bild) versenkt den Abpraller zum 0:1.

Fußball

Sechs Tore sind noch zu wenig

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CASTROP-RAUXEL - Wenn eine Saison im Begriff ist, nur noch auszutrudeln, kommen die wunderlichsten Spielverläufe zustande. Seinen analytischen Blick für das 6:3 (1:0) beim TuS Henrichenburg setzte Hochlar-Trainer Henry Schoemaker relativ schnell ab. Etwa genauso schnell, wie seine Mannschaft das taktische Korsett abstreifte.

„Es ist positiv, dass wir wieder gewonnen haben“, notierte Schoemaker nach zuletzt sieben Spielen ohne Sieg. „Die erste Halbzeit war nicht schlecht“, ergänzte der scheidende Cheftrainer noch. Keineswegs hatte Hochlar den Anschein erweckt, den tief im Abstiegsmorast steckenden Gastgebern die Punkte zu schenken. „Aus unserer Überlegenheit haben wir zu wenig Tore gemacht“, bilanzierte Schoemaker. Lediglich Lukas Bretthorst zeigte sich treffsicher, als der Flügelspieler einen abgewehrten Kopfball von Marcel Münninghoff bloß über die Torlinie drücken musste (11.). Allerdings merkte man beim SVH recht schnell, dass Talent und Technik vorhanden sind. Das Pressing, um verunsicherte Henrichenburger zu Fehlern zu zwingen, war allenfalls halbherzig.

Cedric Wesley Nelson vergab freistehend vor Dennis Langer den Ausgleich (16.). Mit einer Prise Kaltschnäuzigkeit könnten Philipp Sievers (26.) und Felix Kranjc (45.), die ebenso sträflich frei vor Torhüter Carlos Frecker scheiterten, die Partie in deutlichere Bahnen lenken.

Das tat dann ein Zwischensprint direkt nach Wiederbeginn. Lukas Bretthorst (48., 55.) und Mirzet Efendic (57.) stellten auf 4:0. Was jedoch keiner Vorentscheidung gleichkommen sollte. „Wir haben die Positionen nicht mehr gehalten, die Löcher wurden immer größer.“ Tatsächlich entledigte sich der SVH jeglicher taktischer Grundordnung. Das Mittelfeld war völlig verwaist, während fünf Spieler angriffen und durch Mamadi Camara (81.) und erneut Efendic (90.) noch weitere Torerfolge verbuchen konnten, hatten die eher defensiv orientierten Spieler Mühe, in die Zweikämpfe zu kommen. So verkürzten Philip Wihler (67.) und Alexander Babbel (77., Handelfmeter) und Daniel Kristler (87.) zum 2:4 und 3:5.

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