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Künftig ab Sommer in Stuckenbusch die Richtung vor: Suderwich-Trainer Nassir Malyar.

Fußball

Spektakulärer Seitentausch

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RECKLINGHAUSEN - Den Sportfreunden Stuckenbusch ist ein spektakulärer Coup geglückt. Suderwich-Trainer Nassir Malyar wechselt im Sommer zum Klub vom Leiterchen.

Insofern dürften die kommenden Wochen und Monate bei der SG Suderwich durchaus interessant werden. Trainer Nassir Malyar hat am Montag dem Klub seinen Weggang im Sommer mitgeteilt. Den 27-Jährigen zieht es zu Bezirksliga-Rivale SF Stuckenbusch.

Es ist ein Wechsel mit großer Strahlkraft – für Recklinghäuser Verhältnisse. Im sechsten Jahr amtiert Nassir Malyar an der Lülfstraße, hatte den Posten von Diddy Holz übernommen und den Klub nach knapp zwei Jahrzehnten Abstinenz in die Bezirksliga geführt. „Wir sind Nassir zu tiefem Dank verpflichtet“, erklärt Christopher Hoppmann, Geschäftsführer der Suderwicher Fußball-Abteilung. „In einer schwierigen Situation haben wir ihm das Vertrauen geschenkt und haben anschließend sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Es war eine überragende Zeit.“

Malyar teilte seinen Entschluss am Dienstag der Mannschaft mit. „Ich musste zweimal kurz aus der Kabine gehen, weil es sehr emotional wurde.“ Was verdeutlicht: Nach über einem Jahrzehnt als Jugend- und Seniorenspieler sowie Trainer bei der SGS fällt ihm der Abschied keineswegs leicht. Aber Kopf schlägt in diesem Fall Herz.

„Natürlich tut nach solch einer langen Zeit ein Tapetenwechsel gut“, sagt Nassir Malyar. „Aber das ist nicht der Hauptgrund.“ In Stuckenbusch, so führt der Trainer aus, seien die Möglichkeiten mit einem ambitionierten Umfeld eben größer. „Der Verein weiß, was Landesliga heißt und stand kurz vor der Westfalenliga. Ich bin ein ambitionierter Trainer, der um Platz eins spielen will.“

Heißt im Umkehrschluss: In Suderwich, wo die (finanziellen) Mittel begrenzter sind, sei der Weg für Malyar zu Ende. „Mit viel Herzblut und viel Arbeit ist es uns gelungen, aus dem Verein einen etablierten Bezirksligisten zu machen.“

Was auch bedeutet: Im Sommer endet in Stuckenbusch die Amtszeit von Frank Kandsorra (Foto) nach nur einer Spielzeit. „Menschlich und fachlich ist er ein sehr guter Trainer. Aber die momentanen Personalprobleme verhindern, dass Frank sein Potenzial einbringen kann“, betont Tobias Schütte, Klubmanager in Stuckenbusch. Im Sommer steht am Leiterchen (abermals) ein Umbruch an. Laut Schütte will man „einen klaren Schnitt“ machen. „Wir brauchten einen Mann, der in Recklinghausen für Bezirksliga-Verhältnisse über ein riesiges Netzwerk verfügt“, schildert Schütte das Anforderungsprofil, welches Malyar vollends erfüllt. Der Arbeitsauftrag: „Wir müssen wieder den Gemeinschaftssinn beschwören. Man muss wieder das Gefühl haben, dass ein Team auf den Platz steht.“

Wer weiß, wie ehrgeizig Frank Kandsorra ist, kann sich vorstellen, dass der 49-Jährige den Klub vom Leiterchen keinesfalls als Absteiger verlassen will. Auch Malyar will seinem Nachfolger die SGS als Bezirksligist übergeben. „Ich habe keine Zweifel“, betont Hoppmann, „dass alle mitziehen.“ Am Sonntag steht das wichtige Nachholspiel gegen den SV Zweckel an.

Womit die Frage bleibt, wer im Sommer bei der SG Suderwich das Ruder übernehmen könnte. Der Sportliche Leiter Jürgen Klahs sondiert den Markt. Die nächsten zwei Wochen gebe man sich bei der SGS Zeit, erklärt Hoppmann. Um eine Kandidatenliste zu erstellen, Gespräche mit Trainern und Spielern zu führen. Manchmal schadet es einem Verein nicht, wenn er sich neu sortiert.

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