Jan Kastner, hier beim Vest-Cup 2020 des FC 96 Recklinghausen, wird auch in der neuen Saison das Tor der Sportfreunde Stuckenbusch II hüten.
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Jan Kastner, hier beim Vest-Cup 2020 des FC 96 Recklinghausen, wird auch in der neuen Saison das Tor der Sportfreunde Stuckenbusch II hüten.

Fußball

Corona-Pandemie durchkreuzt Pläne - Torhüter Jan Kastner hängt noch ein Jahr dran

  • Meike Holz
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Die Corona-Pandemie hat viele Pläne durchkreuzt. Auch den von Jan Kastner, dem Torhüter des  Recklinghäuser B-Kreisligisten  Sportfreunde Stuckenbusch II.  Was der Fußballer nun plant...

  • Torhüter Jan Kastner verschiebt Karrierende bei den SF Stuckenbusch  um ein Jahr
  • Stammplatz vorerst wegen Verletzung des Teamkollegen sicher
  • Hoffen auf sorgenfrei Saison in der Kreisliga B

Eigentlich wollte Jan Kastner in diesem Sommer seine Torwarthandschuhe beiseitelegen. Zumindest wollte der 36-Jährige nicht mehr bei B-Kreisligist Sportfreunde Stuckenbusch II zwischen den Pfosten stehen, sondern in die Altherren-Mannschaft des Klubs vom Leiterchen wechseln.

„Zeitlich ist bei mir alles ein bisschen eng“, sagt der Hertener. „Daher wollte ich aufhören“, sagt Kastner. Der feste Entschluss kam durch die Corona-Pandemie jedoch mächtig ins Wanken. „So wollte ich nicht abtreten“, sagt der Schlussmann, auch wenn die Stuckenbuscher das letzte Spiel vor der Einstellung des Spielbetriebs gewonnen hatten. 

Über jenes 2:1 gegen Blau-Weiß Westfalia Langenbochum II am 8. März freute sich der Fußballer ganz besonders. Weil er bis zum Alter von 14 Jahren für die Hertener kickte, bis er die Leidenschaft fürs Eishockeyspielen für sich entdeckt hatte. „Und weil ich immer noch dort wohne“, ergänzt er. 

Kein abprutes Karriereende

Ein abruptes Karriereende konnte und wollte sich der 36-Jährige nicht vorstellen und zögerte daher nach der Frage von Trainer Dennis Korte, ob er nicht noch eine Saison dranhängen möchte, nicht lange. Weil er es nicht missen möchte, mit seinen Freunden weiter auf dem Platz zu stehen. 

Auch, weil der B-Ligist mit Marian Berges einen weiteren Torhüter in seinem Kader hat, mit dem sich Jan Kastner gern abgewechselt hätte. „Leider kam die Hiobsbotschaft“, sagt der Hertener, die Trainer Dennis Korte präzisiert: „Marian hat seit Jahresbeginn mit Knieproblemen zu kämpfen, die sich jetzt als Kreuzbandriss herausgestellt haben.“ 

Notgedrungen wird Kastner nun regelmäßig zum Einsatz kommen. Viele Jahre war der Hertener der zweite Torhüter, weil er eine andere Sportart favorisiert hatte: Eishockey. Bis zur Saison 2016/17 spielte er für den Herner EV – nicht im Tor, sondern auf dem Feld – und ist nach wie vor regelmäßig Fan und gern Zuschauer. 

Schöne Erinnerungen an die Saison 2017/18

 An die „erste feste Saison“ bei den Recklinghäuser Fußballern, zu denen Jan Kastner 2011 über seinen Cousin Dominik kam, hat der Torhüter schöne Erinnerungen. Wenngleich es 2017/2018 sportlich alles andere als rund lief. 

Dem abgeschlagenen Schlusslicht mit nur drei Punkten auf dem Hinrundenkonto hatte der Absturz in die Kreisliga C gedroht. Stuckenbusch startete jedoch eine furiose Aufholjagd und machte im Saisonfinale bei gleichzeitiger Niederlage des 1. FC Preußen Hochlarmark den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt perfekt. „Wir haben danach gefeiert, als ob wir Meister geworden wären“, erinnert sich Jan Kastner an die feucht-fröhliche Party. „Das war schon cool.“ 

Für die bevorstehende Spielzeit erhofft sich der Torhüter vor allem eines: eine sorgenfreie Saison fernab der Gefahrenzone. Trainer Dennis Korte peilt einen Platz unter den ersten Fünf an, was mit Blick auf die Neuzugänge des B-Ligisten machbar sei, wie Kastner beipflichtet.

 Ein Testspiel mit ganz viel Pech

Der Torhüter kann seinen Beitrag dazu leisten, und mit gutem Zusammenspiel mit seinen Vorderleuten Gegentreffer verhindern.  Dass dieses Vorhaben nicht immer klappt, zeigte sich gerade im Testspiel beim 1. SC Blau-Weiß Wulfen II, in dem dem Schlussmann laut Spielbericht zwei Eigentore unterliefen. „Das war vom Schiedsrichter etwas unfair“, sagt Kastner, der einräumt, den Ausgleich verschuldet zu haben. Die Flanke von der linken Seite an den ersten Pfosten pritschte der Torhüter unglücklich ins eigene Netz. Beim 1:2 sei aber ein Distanzschuss unglücklich unter seinem Körper durchgerutscht.

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