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Gleich hat er freie Bahn: Hillerheides Janik Smyrek (l.) schüttelt Mirac Ontürk ab und Torhüter Bünyamin Ertürk (nicht im Bild) wird diesen Ball völlig falsch einschätzen.

Fußball

Die Tabelle lügt nicht

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RECKLINGHAUSEN - Der FC/JS Hillerheide spielt zu inkonstant. Der Bezirksligist macht sich gegen den SV Zweckel das Leben selbst schwer und kann deshalb nicht die Abstiegsränge verlassen.

Logisch könne er die Tabelle lesen, erklärte Hillerheides Trainer Rabih Such nach dem 2:2 (1:1). Und in diesem Fall lügt sie nicht. „Wir haben eine große Chance verpasst. Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen, weil der Gegner absolut schlagbar war. Aber nicht mit dieser Leistung. Wenn man drinbleiben will, war das deutlich zu wenig.“

In gewisser Weise war Such trotz eines dürftigen Auftritts aber noch zufrieden mit der Punkteteilung. „Wir sind zu keiner Phase des Spiels an unser Maximum gekommen.“ Diese Messlatte setzte der Trainer beim zuletzt überzeugenden 3:0 bei BG Schwerin an. Such hatte jedoch nicht erwartet, dass seine Formation wieder einen Schritt zurückmache. „Viel ist Kopfsache“, verankerte er das Problem nicht auf dem grünen Rasen. „Angst und Verunsicherung“ spielen mit. „Das bekommen wir nicht aus den Beinen geschüttelt.“

Über die ersten 35 Minuten sah Zweckel-Trainer Michael Pannenbecker deshalb seine Mannschaft spielbestimmend. Der Lohn für eine engagierte Anfangsphase war der Führungstreffer von Maurice Hövel, der nach einem Freistoß einschoss (19.). Der Matchplan sei laut Pannenbecker soweit eigentlich aufgegangen. „Und dann bekommen wir mit der ersten Chance das 1:1“, ärgerte sich der Trainer. Da hatte „ein komischer Fehler“ den Ausschlag gegeben: Torhüter Bünyamin Ertürk hatte ganz unnötigerweise sein Gehäuse verlassen und auch die Laufbahn des Balles nicht ablenken können. Janik Smyrek hatte dann so viel Platz, dass er unbedrängt ins leere Tor einschoss (36.). „Damit holen den Gegner ins Spiel“, sagt Pannenbecker.

Nach der Pause markierte Justin Baron sogar die Hillerheider Führung (52.). Der FC/JS bekam dennoch nie richtig Zugriff auf den Gegenspieler, lief eher neben- und hinterher. „Die Ausfälle waren schwer zu kompensieren“, erklärt Such das Fehlen offensiver Leichtigkeit und Geradlinigkeit mit dem Fehlen von Bryan Guddatis, Muhammed Elmas, Max Kadura und Samet Civkin.

Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Marcel Olfiera bei seinem Ausgleichstreffer allenfalls Geleitschutz erhielt. „Fehler passieren“, reagierte Such äußerst gelassen auf das 2:2 (76.). Ärgerlicher war der Heider Trainer schon über den Platzverweis von Tim Gilgner, der bei einer Rudelbildung einen Zweckler mit einem sehr robusten Schubser zu Boden schickte (88.). Damit fehlt ein weiterer Offensivmann im Saison-Schlussspurt – und das wochenlang. „In unserer Phase ist das doppelt bitter.“

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