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Röllinghausens Amin Tosic (l.) entwischt dem Ex-95er im Gelsenkirchener Dress, Rene Renneberg.

Fußball

Testspiele für die Kreisliga

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RECKLINGHAUSEN - Je mehr Akteure mitreden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Abweichung von der allgemein vorgegebenen Linie. Während sich Präsident Uwe Matecki kurz nach Abpfiff des 2:1 (1:1)-Erfolgs gegen Westfalia Gelsenkirchen noch über den ersten ergriffenen Strohhalm freute, dozierte Trainer Daniel Konert wenige Minuten später über den ersten wichtigen Sieg der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit.

„Wir müssen jedes Spiel so annehmen“, sagt der SWR-Trainer, „um uns auf die Kreisliga vorzubereiten.“ Außer Frage: Dass der Tabellenletzte noch drei Mannschaften hinter sich lässt und damit den Bezirksliga-Klassenerhalt schafft, dazu bedarf es einer ganz außergewöhnlichen und so im Röllinghäuser Saisonverlauf noch nicht da gewesen Serie. „Hätten wir öfter so gespielt, stünden wir in der Tabelle nicht so schlecht da“, sagt Konert.

Genau darin liegt das Röllinghäuser Problem: „Es fehlen Erfahrung und Abgeklärtheit“, erklärt Konert. In den wichtigen Situationen und den wichtigen Spielen der Saison. Wenn die Mehrheit SWR bereits abgeschrieben hat, läuft der Aufsteiger zu guter Form auf – die nun gegen Westfalia Gelsenkirchen. Intensität, Laufleistung und Zweikampfführung haben erstmalig wieder in zufriedenstellendem Maße gestimmt, so Konert. „Ich konnte es in dieser Saison nicht oft sagen, aber wir haben verdient gewonnen.“

Zwar brauchte es für die beiden Treffer jeweils eine Ecke, die zunächst Dominik Stramka (9.) und nach Wiederanpfiff Niklas Aussem (55.) über die Torlinie beförderten, insgesamt stellten die Schwarz-Weißen tatsächlich die aktivere Mannschaft. Gelsenkirchen konterte aus kompakter Grundordnung, benötigte für den Ausgleich durch Furkan Kocagöz einen eklatanten Fehler von Torhüter Tobias Konert (40.).

Was sich der Aufsteiger vorwerfen lassen muss, ist der Umstand, die Konter nicht mit nötiger Konsequenz ausgespielt zu haben. Weil auch Tobias Konert mit Glanztaten in den Schlussminuten seinen Patzer längst vergessen machte, sprach Daniel Konert von einem „blauen Auge“ mit dem SWR den Sieg bezahlte. „Aber er ist gut für die Moral.“ Sowieso seien die letzten vier Partien nur Testspiele für die kommende Kreisliga-Spielzeit. Keinen Druck aufbauen, wobei damit die Schwarz-Weißen ohnehin am besten zurechtkommen.

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