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Zähes Ringen: Hochlars Lukas Bretthorst (l.) bringt Leusbergs Ridvan Öztürk in Schieflage.

Fußball

Turbulente Schlussphase

RECKLINGHAUSEN - Es hat ein bisschen gedauert, bis das Kreisliga-A-Derby zwischen dem FC Leusberg und SV Hochlar 28 Fahrt aufgenommen hat. Drei Tore und eine Rote Karte würzten die Schlussviertelstunde.

Und zwar letztlich zugunsten des gastgebenden FCL, der sich mit 2:1 (0:0) gegen den Tabellenfünften durchsetzte, was für kollektive Erleichterung sorgte.

Dass die Gäste den Anschluss an die Spitzengruppe nicht verlieren wollten, merkte man zu Spielbeginn nicht. Vielmehr gab die ersatzgeschwächte Mannschaft von Dirk Sadowicz den Ton an. Leusberg ließ hinten nichts zu und drängte mit aller Macht auf die Führung: Die beste Gelegenheit hatte Mario Droste, dessen Schuss knapp über das Tor ging (26.). „Wir haben wieder versucht, Fußball zu spielen“, freute sich Sadowicz. „In der ersten Hälfte hatten wir richtig gute Torchancen und hätten eigentlich 2:0 führen müssen.“ Stattdessen blieb es bis zum Kabinengang torlos.

In der Pause richtete Hochlars Trainer Henry Schoemaler offensichtlich deutliche Worte an seine Aktiven. Denn nach Wiederanpfiff spielten auch die Gäste mit. Und wie! Mamadi Saran Camara hatte im Strafraum eigentlich alle Zeit der Welt, nahm den Ball jedoch direkt und schoss deutlich über den Kasten von Torhüter Ozan Katirci, der ansonsten eigentlich auf dem Feld spielt.

„Ich glaube, den hätte ich sogar mit links gemacht“, ärgerte sich Schoemaker. Nur zwei Minuten später hatte David Meyer eine ähnlich große Tormöglichkeit für die Gäste, schoss den Ball jedoch direkt auf Katirci. Der SVH diktierte nun immer mehr das Geschehen, was Leusberg jedoch Räume zum Kontern bot. Einer dieser schnell vorgetragenen Angriffe landete bei beim völlig unbewachten Mesut Aktas, dessen Hereingabe Hochlars Kapitän Moritz Ott ins eigene Tor grätschte – 1:0 (78.).

Der Startschuss für eine turbulente Schlussphase, in der Hochlar schnell zum Ausgleich kam: Eine Hereingabe leitete Felix Matena weiter zu Mirzet Efendic, der volley zum 1:1 (85.) einnetzte. Das Schoemaker-Team warf nun alles nach vorne, um mit voller Punktausbeute die Heimfahrt antreten zu können.

Die Entscheidung fiel jedoch zugunsten der Platzherren: Der kurz zuvor eingewechselte Özdogan Baytekin spielte einen Steilpass auf Hami Azak, der mühelos zum 2:1 einschieben konnte (87.). Hochlar musste einen weiteren Rückschlag hinnehmen. In der Nachspielzeit sah Niklas Matena nach einer Notbremse die Rote Karte. Henry Schoemaker war hinterher bedient: „Wenn du gegen DTSG Herten nicht gewinnst und hier auch nicht, dann hat man in der Spitzengruppe nichts zu suchen.“

Dirk Sadowicz war hingegen restlos zufrieden: „Wir haben uns endlich für unseren Aufwand, den wir betreiben, belohnt. Die Jungs haben richtig toll gekämpft.“

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