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Die Rettungsmission ist für Stuckenbuschs Michael Lackmann (l.) scheinbar gelaufen, für Hillerheide und Can Altunok hingegen noch nicht.

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Unbequem sein

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RECKLINGHAUSEN - Während sich der Klassenerhalt der SF Stuckenbusch immer mehr abzeichnet, bleibt die Bezirksliga-Zugehörigkeit des FC/JS Hillerheide äußerst ungewiss.

All die Ungewissheit ist beim Blick auf die Tabelle nur allzu verständlich. Zumal man beim FC/JS im Nachholspiel beim Spitzenreiter Vestia Disteln nicht unbedingt Punkte einplanen darf. Vermeintliche Aussicht auf Entspannung haben sich die Sportfreunde Stuckenbusch nach zuletzt zwei Siegen verschafft. Am Ostermontag gibt es den ersten Matchball.

SF Stuckenbusch - Erler SV.

Es gehört wohl zum Trainer-Dasein, sich eine gewisse Grundskepsis zu bewahren: „Im Notfall werden wir noch Punkte brauchen“, sagt Frank Kandsorra mit Blick auf die Lücke von acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze, die im Erfolgsfall sogar auf elf Zähler anwachsen könnte. „Sicherlich können wir das Spiel mit einer gewissen Lockerheit angehen“, sagt der Teamchef. „Der Favorit sind wir nicht.“ Von „hinten bis ganz nach vorn“, doziert Kandsorra, sei der ESV „stark besetzt“. Aus Stuckenbuscher Sicht wird es ein Wiedersehen mit Angreifer Tim Helwig geben, der für den ESV schon zweimal zum Einsatz kam.

„Wir müssen ein unbequemer Gegner sein“, so Kandsorra, der mit Bejan Ganiu, Lukas Veltmann, Mario Droste und Marvin Schulz wichtige Spieler ersetzen muss. Zudem fehlen Michael Lackmann und Mirko Eisen, zwei Hauptgründe des Aufschwungs. „Ich bin dankbar, dass sie ausgeholfen haben“, sagt Kandsorra.

SV Vestia Disteln - FC/JS Hillerheide.

Über die Rollenverteilung müsse man gar nicht streiten, merkt Patrick Krull an. „Das ist klar, wenn der Vorletzte beim Ersten spielt.“ Hillerheides Co-Trainer, der den urlaubenden Rabih Such vertreten wird, will auch keine Mauertaktik italienischer Prägung anwenden: „Dann ist das Gegentor nur eine Frage der Zeit.“ Konterfußball beinhalte auch das Spiel mit dem Ball. Oder Nadelstiche zu setzen, wie es Fußballer-Deutsch heißt. „Die Verteidigung ist aber die Basis. Wir müssen die Anfangsphase ohne Gegentor überstehen“, erklärt Krull.

Zu oft in den Vorwochen senkten sich nach genau solchen Vorfällen die Köpfe. „Es ist deprimierend. Die Mannschaft strotzt nicht vor Selbstvertrauen, das ist auch klar. Aber mit Rückschlägen muss man umgehen.“ Zumal mit den Distelnern, die zwar jüngst mit einem 1:2 gegen den FC Marl die fünfte Saisonniederlage einsteckten, die wohl „stabilste und konstanteste Mannschaft der Liga“ warte. „Neben ihrer Spiel- und Laufstärke leisten sie sich kaum schwache Phasen innerhalb der 90 Minuten“, lobt Krull, der wieder auf Bryan Guddatis und Michell Kasbrink bauen kann.

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