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Im Hinspiel gewannen Mamadi Saran Camara (l.) und der SV Hochlar 28 bei Genclikspor.

Fußball

Unter Druck

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RECKLINGHAUSEN - So ein Stadtderby versprüht seinen ganz besonderen Reiz. Beim Aufeinandertreffen zwischen Hochlar 28 und Genclikspor kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Das Meisterschaftsrennen könnte – sollten die Süder erneut Punkte lassen – wohl vorentschieden sein. Im Tabellenkeller sind der FC Leusberg und der SV Herta 23 am Zug.

SV Hochlar 28 - Genclikspor.

Die Ausgangslage ist für Henry Schoemaker simpel. „Genclik muss gewinnen, wir können sehr viel gewinnen“, sagt Hochlars Trainer. Sein Gegenüber auf der Süder Trainerbank würde ihm nicht widersprechen: „Wir dürfen den Anschluss an die Spitze nicht verlieren“, erklärt Adem Kurt.

Bei fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Teutonia SuS Waltrop „zählen nur noch Siege“, sagt Kurt. Gerade jetzt treffen die Süder auf einen „Angstgegner“: Seit fünf Duellen konnte Genclik gegen den SVH nicht mehr dreifach punkten. „Beide Mannschaften sind spielstark“, weiß Kurt. „Wer es in der Defensive besser macht, der wird auch gewinnen.“

Prinzipiell geht Schoemaker mit dieser Aussage mit, allerdings bereitet dem Niederländer das Offensivproblem seiner Mannschaft etwas Kopfzerbrechen: „Vorne sind wir zu sehr auf Mirzet Efendic angewiesen“, sagt Schoemaker über seinen Topstürmer (15 Saisontore). „Die anderen Spieler müssen verstehen, dass sie auch Tore schießen dürfen.“

Auf taktischer Ebene wollen sich beide Trainer nicht in die Karten schauen lassen. „Wir werden etwas umstellen, weil Genclik viele schnelle Spieler hat“, verrät Schoemaker. „Hochlar ist eine kompakte Mannschaft, da müssen wir Lösungen finden“, erläutert Kurt.

SV Herta - GW Erkenschwick.

Die letzten Ergebnisse haben Mut gemacht. „Wir haben die große Gelegenheit, uns etwas von den unteren Plätzen absetzen zu können“, sagt Zakaria Chamdin. Er und Faruk Turgut bangen um den Einsatz von Angreifer Tolgahan Capakli. Ankommen wird es aber weniger auf die Offensivpower: „Beim 1:4 im Hinspiel haben wir schlecht ausgesehen und defensiv zu viele Fehler gemacht. Wir müssen dagegenhalten. Es wird hart zur Sache gehen“, betont Chamdin.

DTSG Herten - FC 96.

Von der Papierform ist der Auftritt des Tabellenvierten beim Vorletzten eine klare Angelegenheit. Doch Amel Odobasic warnt: „Herten hat sich letzte Woche gegen Teutonia Waltrop gut verkauft“, verweist der 96-Trainer auf das 1:3.

„Wir entwickeln uns in eine positive Richtung“, blickt der Trainer auf die letzten Spiele. „Nicht nur bezüglich der Ergebnisse. Die Leistung passte“, so Odobasic, der einige Ausfälle beklagt, dennoch nicht viel umstellen will: „Das wäre in unserer Situation genau das Falsche.“

SuS Concordia Flaesheim - FC Leusberg.

Bei der besten Offensive der Liga braucht der FCL gute Abwehrkräfte. „Es wird eine ganz schwierige Aufgabe. Wir dürfen nicht ins offene Messer laufen und sollten besser kein frühes Tor kassieren“, erklärt Trainer Dirk Sadowicz, der auf Tim Rduch (verletzt) verzichten muss.

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