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Für Maurice Mlodoch (l.) und die SG Suderwich steht ein Heimspiel an. Fabian Mackowiak und SW Röllinghausen erwartet eine schwierige Auswärtsaufgabe.

Fußball

"Voller Vorfreude"

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RECKLINGHAUSEN - In die Trickkiste müssen Frank Kandsorra und Rabih Such nicht greifen. Heiß seien alle Beteiligten auf das vierte Bezirksliga-Derby der laufenden Spielzeit zwischen den SF Stuckenbusch und dem FC/JS Hillerheide. Vor nahezu deckungsgleichen Aufgaben stehen die SG Suderwich und SW Röllinghausen. Beide Bezirksligisten erwarten spielstarke Gegner, die im Kollektiv zu überzeugen wissen. Machbar sind die Aufgaben allemal.

SF Stuckenbusch - FC/JS Hillerheide.

Frank Kandsorra hofft, dass die Sportfreunde ihre „Derbyform“ beibehalten: Zwei Stadtduelle haben die Rot-Weißen bereits gewonnen. Dass mit Hillerheide eine Wundertüte ans Leiterchen kommt, kümmert den Trainer wenig: „Wir sind genug damit beschäftigt, unser Spiel durchzudrücken.“ Das sieht vor, wenig Fehler im Aufbauspiel zu produzieren. "Wir können die Favoritenrolle nicht gänzlich wegschieben. Spielerisch müssen wir auch Akzente setzen. Gegen Hillerheide müssen wir aber auch Mentalität und Charakter zeigen", so Kandsorra, der um die Einsätze der angeschlagenen Christoph Maass und Marvin Schulz bangt.

Trotz eines bedrohlich schlechten Starts hat der FC/JS die Ruhe bewahrt: Nach dem 5:1 gegen den FC Marl ist das Team von Rabih Such im Mittelfeld angekommen. Der Teamchef denkt gern auch an den letzten Auftritt am Leiterchen (4:1) zurück: „In beiden Spielen haben wir aus einer guten Defensive schnell nach vorn gespielt. Diesen Stil mögen viele nicht, aber so holen wir unsere Punkte. Das zählt.“

"Voller Vorfreude" blickt man an der Maybacher Heide auf das erste Derby der Saison. "Das merkt man auch im Training", sagt Such. Fast alle Spieler meldeten sich fit, der Konkurrenzkampf belebt das Geschäft. "Wir müssen taktisch wieder gut stehen und mit Leidenschaft und Disziplin spielen."

SG Suderwich - BV Rentfort.

Unaufgeregt wie eh und je analysiert Nassir Malyar den Kontrahenten. Schnell rückt der SGS-Teamchef die Gladbecker Achse in den Fokus: Innenverteidiger Patrick Draxler, Bruder von Nationalspieler Julian, Spielmacher Nico Haufe und Torjäger Dominik Stukator. Neben dem Trio kann Rentfort auf „taktisch und spielerisch gut geschulte Spieler“, so Malyar setzen. „Da schwebt noch der Geist von Marcel Cornelissen über dem Ganzen“, verweist Malyar auf den Trainerkollegen, der vor zwei Monaten aus persönlichen Gründen zurücktrat. Unter Marcel Lehmann haben sich einige Aspekte geändert: „Einige Spieler kommen auf neuen Positionen zum Einsatz. Der Fußball ist auch etwas anders als zuletzt“, so Malyar.

Auf Suderwicher Seite liegt der taktische Plan bereit, wer ihn ausführt, bleibt bis kurz vor Anpfiff auch dem Cheftrainer noch verborgen. „Einen Kader von 15, 16 Mann werden wir schon haben“, blickt Malyar auf die Ausfallliste, die um Cedric Arndt, Daniel Schleume (5. Gelbe Karte) und Dorian Klahs (Rotsperre) ergänzt wurde. „Allerdings müssen wir im Einzelfall abwägen, wer ist wie fit?“, beschreibt Malyar. „Im Laufe des Spiels darf nicht allzu viel passieren.“

Erler SV - SW Röllinghausen.

Erst neun erzielte Tore sind Bezirksliga-Minuswert. Und gerade in dieser Phase fallen dem Aufsteiger mit Nico Isenbort (Gelbsperre), Amin Tosic, Dominik Stramka und Dominik Heinemann (verletzt) noch torgefährliche Akteure aus. „Ich weiß gar nicht, wen ich vorn aufstellen soll“, rätselt Frank Fuhrmann noch. Ihm und Daniel Konert wird sicherlich eine Lösung einfallen: „Und wenn wir einen Abwehrmann vorne reinschicken, um die Kopfbälle zu holen.“

Was sich bei genauerer Betrachtung als schlechter Gedanke entpuppt: „Die Abwehr steht“, erklärt Fuhrmann mit Blick auf 17 Gegentore – damit hat Röllinghausen die fünftbeste Abwehr der Liga. Auch besser als die Gastgeber vom Forsthaus. „Es kommt uns sicherlich entgegen, dass Erle das Spiel machen will.“ Abwehrschwächen sind nicht erlaubt: Diese bestraft Fabrice Meinert (14 Saisontore) in schöner Regelmäßigkeit. „Wir wussten, dass es eine schwierige Saison wird“, sagt Fuhrmann. „Da müssen wir durch.“

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