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Bei der Direktabnahme von Leusbergs Mesut Aktas (r.) geht Hochlars Lukas Bretthorst lieber in Deckung.

Fußball

"Wer oben mitspielen will, muss gewinnen“

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RECKLINGHAUSEN - Das Derby zwischen dem FC 96 und Genclikspor (So., 13 Uhr, Hohenhorst) kann bereits richtungsweisend sein. Der FC Leusberg will bei der Heimpremiere den Fehlstart abwenden. Der SV Hochlar 28 hat das nächste Topspiel vor der Brust. Auf Aufsteiger SV Herta 23 wartet die nächste harte Nuss.

FC 96 - Genclikspor.

Druck? Nein, den empfindet Amel Odobasic vor dem Derby nicht. Der 96-Trainer trauert dem 0:3 bei der DJK Spvgg. Herten zwar hinterher („Wir hatten einen Punkt verdient. Mindestens.“), aber die Auftaktniederlage setzt den Aufsteiger nicht unter Zugzwang. Im Gegenteil: Die 96er bleiben entspannt. „Wenn wir unser Spiel durchbringen, dann können wir jeden Gegner bezwingen.“ Jüngst zu bestaunen im Kreispokal. Ein 2:0 gegen Vestia Disteln und ein 4:0 gegen den FC/JS Hillerheide sind keine schlechten Bewerbungsschreiben.

Was bei Gencliks Trainer Adem Kurt spürbar Eindruck hinterlassen hat: „Der FC 96 ist ein harter Brocken. Wer zwei Bezirksligisten schlägt, muss eine starke Mannschaft haben.“ Kurt, der seinen spielenden Assistenten Yakub Köse zurückerwartet, erinnert aber an die Auftaktpleite der Hohenhorster. „Auch wir sind nicht mit einem Sieg gestartet. Wer oben mitspielen will, muss gewinnen.“

FC Leusberg - SW Meckinghoven.

„Nach derzeitigem Stand“ hat im Fußball die gleiche Bedeutung wie „Stand jetzt“. So gesehen macht Dirk Sadowicz den Niko Kovac, der mit letzterer Aussage seinen kurz bevorstehenden Wechsel zu Bayern München noch verneinte. An der Strünkedestraße muss man sich keine Sorgen um Abwerbeversuche auf der Trainerbank machen. Nach aktuellem Stand läuft Leusberg auch gegen die famos gestarteten Dattelner (5:1 gegen Disteln II) mit einer Rumpftruppe auf: „Es ändert sich von Woche zu Woche. Wir basteln noch“, kommentiert Sadowicz, der mit Markus Blania ein Gespann bildet. Erst in gut ein, zwei Monaten könne man die wahre Leusberger Stärke erkennen, so Sadowicz. „Dann kehren einige Spieler zurück.“

SV Vestia Disteln II - SV Herta 23.

Dass erneut ein Kraftakt wie beim 5:2 zum Auftakt gegen die DTSG Herten nötig wird, hofft Zakaria Chamdin nicht. Der Herta-Trainer, der mit Faruk Turgut ein Gespann bildet, hat die Fehler herausgearbeitet: „Wir hatten die Taktik angepasst und auf Konter gespielt. Aber wir standen viel zu tief“, blickt der Übungsleiter auf den 0:2-Rückstand zurück.

Neben den gesperrten Sleimann Siala und Kalasch Saado stehen auch die Capakli-Brüder Tolgahan und Burak verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. „Mir fehlt die halbe Abwehr“, sagt Chamdin, der deshalb mit einem Punkt in Disteln (Anstoß: 13 Uhr) schon zufrieden wäre.

Teutonia SuS Waltrop - SV Hochlar 28.

Hält diese Partie, was sie verspricht? Der Bezirksliga-Absteiger empfängt ein potenzielles Topteam. Hochlars Interimstrainer Jan Sternemann, der mit Thomas Kranjc den urlaubenden Cheftrainer Henry Schoemaker vertritt, dämpft die Erwartungen nicht: „Beide Mannschaften haben ihre Stärken in der Offensive.“

Nicht nur das Angriffsspiel steht im Fokus: „Die Abwehr hat einen Schritt nach vorn gemacht“, würdigt Sternemann. „Wir stehen sicherer. Aber ein paar Dinge können wir verbessern.“ Aufgrund der Pokal-Belastungen – der SVH bestreitet am Sonntag schon das fünfte Pflichtspiel – gab Sternemann gestern trainingsfrei: „Etwas Pause tut gut.“ Derzeit meldet der Teamchef keine Verletzten: „Das soll so bleiben.“

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