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Jan Wittig (r.), später noch Torschütze zum 2:0, gratuliert Nino Schlutt zum 1:0.

Fußball

Und wieder gewinnt Stuckenbusch

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RECKLINGHAUSEN - Den Verweis auf die Punktzahl konnte sich Frank Kandsorra nicht verkneifen: „Wir haben zwölf Punkte. Das bringt Ruhe herein.“ Der Hinweis schmerzt natürlich die punktlosen Röllinghauser. Aber Siege, wie ein 4:1 (1:0) im Derby gegen die Schwarz-Weißen, lassen Klubs in Ruhe weiterarbeiten.

Dass Frank Fuhrmann und Daniel Konert auf der SWR-Trainerbank nur noch auf Abruf stehen, den Eindruck vermittelt der Vorsitzende Uwe Matecki nicht. „Die junge Mannschaft braucht nur ein Erfolgserlebnis.“ Den Durchbruch markierte auch das Lokalduell am Leiterchen nicht. „Die Mannschaft ist präsent, der läuferische Aufwand ist hoch“, befand Konert. „Uns gelingt es nicht, in Führung gehen.“ Dabei war Niklas Außem kurz davor, dem Derby eine entscheidende Richtungsänderung zu verpassen (2.). Der Aufsteiger befindet sich noch im Modus des Lehrgeldzahlens. „Kleine Fehler werden sofort bestraft“, haderte Konert. „Wenn einer einen Aussetzer hat, müssen halt die anderen einspringen“, sagte der Trainer – und verwies auf die Gegentreffer eins und drei.

Beim 0:1 fühlte sich kein SWR-Verteidiger für Nino Schlutt zuständig, der unbedrängt einköpfte (36.). Bei der späten Vorentscheidung, die Niklas Portmann mit einem sehenswerten Heber über Tobias Konert erzielte (83.), monierte Konert nachlässiges Abwehrverhalten: „Anstatt, dass alle im Vollsprint zurücklaufen, hoffen wir, dass der Ball über das Tor geht.“ Dass die Treffer von Jan Wittig (62.) und erneut Portmann (89.) von individuellen Fehlern begünstigt wurden, hakte der SWR-Trainer unter „das passiert eben“ ab.

Natürlich stellte der Sieg Gegenüber Frank Kandsorra zufrieden. „Etwas Luft“ haben die Sportfreunde nun nach unten, aber der Teamchef entdeckte bekannte Muster: Die Rot-Weißen tun sich weiterhin schwer, „eine runde Leistung“ abzurufen. „Ich bin der Überzeugung, dass großes Potenzial in der Mannschaft steckt.“

Das deuteten die Hausherren auch an – aber erneut nur phasenweise. „Der Gegner kommt wieder ins Spiel, weil wir es zulassen“, blickt der Cheftrainer äußerst mürrisch auf den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Nico Isenbort (72.). „Vorher haben wir gute Gelegenheiten, den Sack endgültig zuzumachen“, denkt Kandsorra speziell an die prächtige Konterchance, die Nils Vespermann (70.) ausließ. Das Haar in der Suppe wolle er dennoch nicht suchen. Dennoch: „Das 4:1 klingt deutlich, das Spiel war aber wesentlich enger“, erinnert der Stuckenbuscher Trainer. „Da tat mir Röllinghausen schon etwas Leid.“

„Wir haben Pech und machen individuelle Fehler, aber irgendwann wird es klappen“, glaubt Daniel Konert. Vielleicht schon im Heimspiel gegen Mitaufsteiger SV Horst-Emscher II. „Da müssen wir abliefern.“

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