Kapitän Jan Lehmann (r.) erzielte das umjubelte 1:0 gegen den SSV Buer.
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Kapitän Jan Lehmann (r.) erzielte das umjubelte 1:0 gegen den SSV Buer.

Fußball

Zittern bis zum Schluss

RECKLINGHAUSEN - „Jetzt hat es die Mannschaft begriffen“, freut sich Trainer Martin Isenbort nach Abpfiff. In der Tat, seine Spieler schienen den Ernst der Lage erfasst zu haben. Die B-Junioren von SW Röllinghausen ergatterten einen Spieltag vor Saisonende den Relegationsplatz – dank eines hart erkämpften 2:0 (2:0) über den SSV Buer.

Röllinghausen (21 Punkte) nutzte dabei den Aussetzer von Konkurrent Westfalia Herne II (20), die nicht über ein 2:2 beim abgeschlagenen Schlusslicht SG Castrop-Rauxel hinauskamen.

Nachdem der SSV Buer durch Berke Güner schon nach sieben Minuten die erste Großchance ausließ, antwortete der SWR perfekt: Gästekeeper Erick Pras warf den Ball in die Füße von Kaan Kanat, dessen Ablage Kapitän Jan Lehmann zur frühen Führung verwertete – 1:0 (9.).

Es entwickelte sich eine offene Partie: Eine Flanke von Vukasin Vujcic landete bei Lehmann, der diesmal knapp verzog (15.). Auf der anderen Seite hatte Röllinghausen großes Glück, dass der Kopfball Lukas Jorczik zu ungenau war. Dann schlug die Stunde von SWR-Schlussmann Hendrik Reschke. Güner hatte Mauricio Guisado Santana mustergültig freigespielt, doch Reschke parierte sowohl den ersten Versuch als auch den Nachschuss von Guisado Santana bärenstark (33.).

Und diese Fahrlässigkeit bestrafte Röllinghausen: Plötzlich war Torschütze Lehmann völlig frei und nahm Kurs auf das SSV-Gehäuse. Muhammed Enes Yildizhan wollte das drohende Unheil abwenden, zerrte und zog an Lehmann – solange bis der SWR-Kapitän im Strafraum fiel. Schiedsrichter Klaus-Dieter Mischke zeigte auf den Punkt und zückte die Rote Karte für Yildizhan (40.). Vujcic verwandelte den folgenden Strafstoß zum 2:0. In einer intensiv geführten zweiten Hälfte verteidigte Röllinghausen den zwei-Tore-Vorsprung ins Ziel.

„Für die Jungs ist das keine leichte Saison“, meint Isenbort. „In der letzten Saison haben wir um den Aufstieg gespielt, fast immer gewonnen. So viele Niederlagen und Rückschläge sind die Jungs nicht gewohnt. Diese Situation muss man verarbeiten.“ Es scheint aber, als könnte die Spielzeit noch ein versöhnliches Ende nehmen: „Wir haben es in der eigenen Hand“, stellt Isenbort vor dem abschließenden Auswärtsspiel am 31. Mai (11 Uhr) beim TuS Eving Lindenhorst fest. Da muss der SWR den einen Punkt Vorsprung auf Westfalia Herne II verteidigen , das um 9:15 Uhr beim TSV Marl-Hüls II antritt.

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