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Handball

Am Abgrund

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RECKLINGHAUSEN - Bei Videospielen besteht die Möglichkeit, einen Speicherpunkt zu erstellen, um bei einem nicht zufriedenstellenden Verlauf wieder erneut zu starten. Eine derartige Einrichtung gibt es in der Handball-Landesliga nicht.

Inwiefern sich Steffen Lüning aber einen solchen Speicherpunkt wünscht, ist nicht überliefert. Vor dem direkten Duell beim SV Westerholt (heute, 19 Uhr, Halle am Bahnhof) gehen bei den Eisenbahnern unweigerlich die Gedanken ans Hinspiel.

„Jetzt sind wir die Deppen“ hatte Lüning nach dem 26:28 gesagt. Mit einem ETG-Sieg – und da wären wir wieder beim Speicherpunkt – hätte die Spielzeit sicherlich einen angenehmeren Verlauf genommen. Denn: Es war der erste Westerholter Saisonsieg. Und seitdem haben sich nämlich die Vorzeichen umgekehrt. Der SVW hat unter Trainer Ralf Anischewski, der im Hinspiel debütierte, die Wende geschafft. Im Falle eines Sieges seiner Formation spricht der Übungsleiter gar von einer „Vorentscheidung“ im Abstiegskampf. Sieben Punkte – also sechs Zähler plus den direkten Vergleich – müsse die ETG erstmal aufholen.

Keine Frage, dass man sich bei den Eisenbahnern um die Brisanz des Derbys bewusst ist: „Das ist eines unserer Endspiele“, sagt Lüning. „Das Training in den vergangenen zwei Wochen war wirklich gut. Ich bin optimistisch, dass auch in Westerholt etwas für uns zu holen ist.“ Der Spielertrainer selbst, der wochenlang an Schulterproblemen laborierte, hat unter der Woche wieder mittrainiert. „Das Spiel gegen Westerholt wäre wohl noch zu früh. Ich bin aber zuversichtlich, dass ich zum Ende der Saison noch mitwirken kann.“ Klingt nach einer Kampfansage.

ASC Dortmund - HTV 95/28 (So., 17 Uhr):

„Das rettende Ufer ist schon sehr weit weg“, weiß Trainer Andreas Gutzeit um die prekäre Ausgangslage seines Teams in Sachen Klassenerhalt vor dem Gastspiel beim ASC Dortmund (So., 17 Uhr). Sechs Punkte bei acht noch ausstehenden Partien trennen Handball-Landesligist HTV 95/28 von einem Nicht-Abstiegsplatz, was umso schwerer wiegt, da die Ludwiger im bisherigen Saisonverlauf erst acht Zähler eingefahren haben.

„Wir werden weiterhin alles versuchen“, möchte Andreas Gutzeit die Flinte allerdings noch nicht ins Korn werfen. Allerdings ohne Linkshänder im Rückraum: Robert Lukic (Riss der Patellasehne) und Lukas Welke (Knieverletzung) werden wohl bis zum Saisonende pausieren müssen. „Wir werden wieder improvisieren“, erträgt Gutzeit die widrigen Umstände mit Fassung. Dass sein Team beim ASC auf ein Landesliga-Topteam trifft, wird da fast zur Nebensache.

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