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Rödertal/Radeberg streckt sich vergeblich: Lina Hovenjürgen (M.) setzt sich am Kreis der Gäste aus Sachsen zielstrebig durch und erzielt hier eines ihrer zehn Tore.

Handball

PSV bekommt "keinen Zugriff"

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NORD - Am Heimspiel-Wochenende in der Halle Nord sollte die Entwicklung der A-Jugend-Handballerinnen der PSV in einem Ergebnis abzulesen sein. Doch aus dem erhofften ersten Bundesliga-Sieg gegen die SG Rödertal/Radeberg wurde nichts. Stattdessen setzte es eine 26:34 (15:12)-Niederlage gegen die Sachsen. Der tags darauf ein 19:33 (6:18) gegen den Deutschen Meister TSV Bayer Leverkusen folgte. Eine Niederlage, die die Recklinghäuser Handballerinnen einkalkuliert hatten.

Ihre volle Konzentration galt daher dem Duell mit Rödertal/Radeberg, in dem sich die PSV nicht nur als ebenbürtiger Spielpartner präsentierte. Von Beginn an gaben die Gastgeberinnen den Ton an und spielten sich sogleich eine kleine Führung heraus.

„Wir waren gehemmt“, beobachtete SG-Trainer Steffen Wohlrab. Weil die Recklinghäuserinnen ihre Gäste auch nicht zur Entfaltung kommen ließen und schließlich mit einer scheinbar beruhigenden 15:12-Führung in die Pause gingen. Nach dem Kabinengang war es jedoch mit der Herrlichkeit vorbei. „Wir haben in zweieinhalb Minuten alles verspielt“, beobachtete PSV-Trainer Dominik Schlechter. Die Sachsen nahmen Umstellungen vor. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff mehr bekommen.“ Vor allem das Spiel mit zwei Kreisläufern behagte der PSV ganz und gar nicht. Rödertal/Radeberg glich nicht nur aus, sondern setzte sich nun langsam, aber stetig ab. Auch, weil sich auf Recklinghäuser Seite Fehler im Angriff häuften. „Warum, das weiß ich nicht“, sagt der PSV-Trainer schulterzuckend.

Rödertals Torhüterin Anna Starke hielt, was zu halten war. Während ihre Brust redensartlich immer breiter wurde, „gingen unsere Köpfe immer weiter nach unten“, erklärt Schlechter.

Das war erst recht der Fall, als die 26:34-Niederlage amtlich war. Während die Gäste von einer Vorentscheidung im Kampf um den Einzug in die Zwischenrunde sprachen, richtet die PSV trotzig ihren Blick auf den finalen Vorrundenspieltag (25. November). „Einen Acht-Tore-Rückstand aufzuholen, ist sicherlich eine Herkulesaufgabe“, erklärt Schlechter. Rödertal/Radeberg soll im Rückspiel sehen, „dass wir sauer sind“, sagt der Trainer. Nicht auf die Sachsen, sondern auf sich.

Gegen Leverkusen spielte die PSV noch nicht mit einer Portion Wut im Bauch. „Wir hatten das erste Spiel noch in den Beinen und im Kopf – da war der Titelverteidiger der unpassendste Gegner“, so Schlechter. Die favorisierten Gäste spielten sich schnell eine Führung heraus und verteidigten aggressiv. „Da tat jeder Zweikampf weh“, berichtet der Trainer.

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