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Im Hinspiel gegen die SG Rödertal/Radeberg haben Zoe Stens und die PSV eine starke erste Halbzeit gespielt.

Handball

Mit einer Träne im Knopfloch

Reclinghausen - Am Samstagmorgen brechen die A-Jugend-Handballerinnen der Polizeisportvereinigung (PSV) Recklinghausen nach Sachsen auf. Ziel der sportlichen Reise ist Radeberg in der Nähe von Dresden – die wohl letzte Bundesliga-Etappe für die Mannschaft von Trainer Dominik Schlechter.

„Wir sind realistisch genug, um die Ausgangslage einzuschätzen“, sagt der Teamchef mit Blick auf die bisherigen Ergebnisse dieser Bundesliga-Vorrundengruppe. Die Chancen, dass sich die PSV am Sonntag bei der SG Rödertal/Radeberg für die Bundesliga-Zwischenrunde qualifiziert, sind äußerst gering. Daher wird am kommenden Wochenende beim Verein aus dem Recklinghäuser Norden wohl auch eine Ära enden.

Zwei Spielzeiten war der PSV-Nachwuchs, der nebenbei in der Oberliga erfolgreich und amtierender Westfalenmeister ist, im Konzert der Großen vertreten, traf auf Talente aus Leistungszentren der Handball-Bundesligisten. „Ich denke, wir haben Geschichte geschrieben“, sagt der Trainer. Oder zumindest hohe Maßstäbe für nachfolgende Spielergenerationen gesetzt. „Wir können stolz darauf sein“, sagt Schlechter, der am Ende dieser Saison das Traineramt in der A-Jugend aufgeben wird. So wie die Spielerinnen des Jahrgangs 2000 am Sonntag ihr letztes Jugend-Pflichtspiel bestreiten werden und sich danach voll und ganz auf die Oberliga-Damen konzentrieren können.

Dominik Schlechter machte in den vergangenen Tagen daher eine sehr wehmütige und emotionale Stimmung aus. Bundesliga-Vorbereitung mit einer Träne im Knopfloch sozusagen. „Wir wollen ein gutes Spiel zeigen“, sagt der Trainer. „Im vergangenen Jahr war unsere Ausgangslage ähnlich. Wir haben seinerzeit in Schwerin gut gespielt. Das hat uns einen Schub für die weitere Saison gegeben.“

• Die bisherigen Ergebnisse Leverkusen - PSV 26:17 Leverkusen - Rödertal 34:25 PSV - Rödertal 26:34 PSV - Leverkusen 19:33

• Die aktuelle Tabelle 1. Leverkusen 3 93:61 6:0 2. Rödertal 2 59:60 2:2 3. PSV RE 3 62:93 0:6 * Bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich.

Im Heimspiel gegen die Sachsen begegnete die PSV der SG Rödertal/Radeberg eine Halbzeit lang mehr als nur auf Augenhöhe (15:12). „Die schlechteste zweite Halbzeit der letzten Jahre“, so erinnert sich Schlechter, brachte die heimischen Juniorinnen im September um den Lohn für ihre intensive Arbeit.

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