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Lea Lukas erzielte zwei Treffer beim Heimsieg gegen die DJK Coesfeld.

Handball

PSV II kann erst spät durchatmen

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RECKLINGHAUSEN - Der Auftakt ist mit 34:31 (20:13) geglückt. Den ersten Sieg der neuen Verbandsliga-Spielzeit gegen die DJK Coesfeld bezahlten die Handballerinnen der Polizeisportvereinigung (PSV) II teuer.

„Alle für einen, einer für alle.“ Nicht selten stecken Sportler ihre Köpfe zusammen und schwören sich auf das nachfolgende Spiel ein. Die PSV II hätten nur allzu gern auf einen Motivationsruf verzichtet. „Alle für Tiffy“ hallte es nach 25 Minuten durch die Halle Nord. Gemeint war Stefanie Willebrand, für die der Saisonauftakt des Aufsteigers verletzungsbedingt vorzeitig beendet war. Die spielende Co-Trainerin musste mit einem Nasenbeinbruch ins Krankenhaus. Weil Trainer Christoph Elvert im Urlaub ist, sprang Anne Saxe an der Seitenlinie in die Bresche. Und sie bangte dort in einer spannenden zweiten Hälfte um den Auftaktsieg. „Coesfeld hat eine Chance gewittert.“

Das hatte in der ersten Halbzeit noch anders ausgesehen. Die Recklinghäuser Handballerinnen überrannten die Gäste regelrecht und spielten sich schnell ein 7:2 heraus (9.). Ein erfolgreicher Saisonstart schien vorgezeichnet, weil die PSV II den Fuß auf dem Gaspedal ließ und die Führung weiter ausbaute. 17:10 lag der Liga-Neuling vorn, als sich Stefanie Willebrand (nicht wie fälschlicherweise Reinhard geschrieben) in einem Zweikampf besagte Verletzung zuzog. Coesfelds Hoffnung, dass Spiel nach der Pause (20:13) noch zu drehen, nährte die dünne Recklinghäuser Personaldecke mit nur noch einer Ersatzspielerin auf der Bank. „Wir mussten unsere Kräfte schonen“, erklärt Anne Saxe.

Doch „Alle für Tiffy“ setzte Reserven frei. Auf dem Feld übernahmen Katrin Hellweg (trotz einer Zerrung) und Annika Fricke die Verantwortung. Dennoch wurde das Offensivspiel der PSV II etwas zerfahren, was Coesfeld zur Aufholjagd nutzte. Mit fünf Toren in Folge kamen die Gäste bis auf 23:24 heran (42.). Dank einer Energieleistung schafften es die Gastgeberinnen, die Mannschaft von Dirk Haverkämper auf Distanz zu halten. „Wir haben in der Schlussphase unsere Abwehr offensiver ausgerichtet“, erläutert Anne Saxe den letztlich entscheidenden Schachzug. Coesfeld kam aus dem Tritt. Und als Annika Fricke per Siebenmeter zum 32:29 (58.) traf, „konnten wir durchatmen“, so Saxe.

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