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Szene von fast historischer Bedeutung: Das 29:27 im Hinspiel gegen den SVW mit Kai Schlottke und Simon Bracklow war für den HTV um Linkshänder Kevin Polnik der letzte Sieg.

Handball

Letzte Ausfahrt im Klassenkampf

RECKLINGHAUSEN - Wenn die Spiele weniger werden, reduzieren sich auch die Chancen, Rückstände aufzuholen. In der Handball-Landesliga macht der HTV 95/28 trotz des nicht mehr zu vermeidenden Abstiegs eine Kampfansage an die Nachbarn. Ganz realistisch sind die Chancen auf den Klassenerhalt für die ETG, die sich allerdings nicht mehr viele Fehler erlauben darf.

SV Westerholt - HTV 95/28

(Samstag, 19 Uhr, Halle am Bahnhof, Kuhstraße): Selbst, wenn die Saison der Ludwiger keinen allzu glücklichen Verlauf nahm, blickt man beim HTV gern auf das Hinspiel zurück. „Da haben wir uns das Glück erkämpft“, blickt Trainer Andreas Gutzeit auf das 29:27 zurück, als der HTV einen Acht-Tore-Rückstand Mitte der zweiten Halbzeit noch drehte.

Im Übrigen war der Sieg Anfang Dezember der letzte Punktgewinn für die „Ludwiger“. Das Abenteuer Landesliga bleibt nur ein einjähriges Intermezzo. Was mehrere Gründe hat. Den folgenden Leistungseinbruch erklärt sich Gutzeit mit dem Hinweis auf das große Verletzungspech: „Teilweise haben wir aber auch schlechter gespielt, als es unsere Aufstellung hergegeben hätte.“

Groß sind die Ambitionen für die restlichen vier Spiele nicht mehr. Das Restprogramm hält neben dem reizvollen Duell mit dem SVW auch noch das Stadtderby mit der ETG auf dem Programm. „Wenn wir gegen Westerholt oder ETG nichts holen, gegen wen dann?“, fragt Gutzeit süffisant.

Darauf sind die Westerholter aber vorbereitet: Trainer Ralf Anischewski warnt: „Der HTV wird uns unten reinziehen wollen.“ Seine Forderung: „Wir brauchen den Sieg unbedingt. Deswegen heißt es bei uns volle Fahrt voraus.“

ETG - VfL Gladbeck II

(Sonntag, 11 Uhr, Walter-Lohmar-Halle, Blitzkuhlenstraße 81b): Dass der Klassenerhalt nach der ärgerlichen 24:26-Niederlage beim VfL Brambauer am Vorwochenende sehr schwer noch zu erreichen sein dürfte, wusste Steffen Lüning schon direkt nach Abpfiff. „Wir müssen jetzt unsere letzten vier Spiele gewinnen. Und gucken, was die anderen machen“, sagte der ETG-Spielertrainer mit viel Realismus und zumindest noch etwas Optimismus.

Ganz unmöglich ist das Unterfangen schließlich nicht. Mit dem TV Brechten, HTV 95/28, Eintracht Dolberg und an diesem Wochenende dem VfL Gladbeck II haben die Eisenbahner schließlich nur noch direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt vor der Brust.

Was es bei der Zweitvertretung des Oberligisten am Sonntagvormittag allerdings eher schwieriger machen dürfte, als wenn sich der VfL schon in sicheren Gefilden tummeln würde. „Nachdem die Erste von Gladbeck den Klassenerhalt sicher hat, können sie gegen uns mit voller Kapelle antreten“, rechnet Steffen Lüning jedenfalls fest damit, dass die Gäste ihrerseits mit einem Sieg in Recklinghausen den entscheidenden Schritt Richtung Ligaverbleib machen wollen.

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