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An ETG-Schlussmann Frank Kobe kommt Friedrich Geßner hier nicht vorbei, dennoch erzielt der Suderwicher im Derby zwei Tore.

Handball

Mit 69 ist noch lange nicht Schluss

Recklinghausen - "Wir lieben Handball." Dieses Motto der Eisenbahner Turngemeinde (ETG) füllen nicht nur die Aktiven der dritten Herrenmannschaft mit Leben, sondern auch die der SG Suderwich II, die an diesem Vormittag zum Derby in der 3. Kreisklasse in der Walter-Lohmar-Halle zu Gast sind. Das Ergebnis, ein 29:17 (15:8) der „Eisenbahner“, ist zweitrangig.

Mittendrin, statt nur dabei ist Friedrich Geßner. Eigentlich hat der 69-Jährige geplant, das Nachbarschaftsduell von der Tribüne aus zu verfolgen, weil bei den Hausherren einige Weggefährten aus gemeinsamen Zeiten beim HSC Eintracht spielen. „Um Zehn vor Acht klingelte bei mir das Telefon“, berichtet der Suderwicher Handballer, langjährige Trainer und Schiedsrichter. "Es hieß, ich soll meine Tasche mitbringen." Weil er immer einspringt, wenn Not am Mann ist.

„Eigentlich wollte ich schon nach der letzten Saison aufhören“, sagt Geßner. „Alle haben damals nur gelacht.“ Ähnlich sind die Reaktionen auf seine Äußerung nach diesem Derny, dass er wohl letztmals das Surker Trikot mit der Rückennummer 49 angezogen hat.

Zum Handball findet Friedrich Geßner über seine Brüder – im Jahr 1970. „Nach meiner Bundeswehrzeit.“ Erst spielt er Feldhandball bei der Spvgg. 95/08, im Winter in der Halle. Meistens auf der Rechtsaußen-Position, wie auch im Derby bei der ETG III. In der 95-Zweitmannschaft hilft Geßner auch schon mal im Tor aus.

Nach dem Wechsel zum SV Eintracht (1976) und späteren Spielen für den 1. FC Recklinghausen gehört Friedrich Geßner 1983 zu den Gründungsmitgliedern des HSC Eintracht, der sich inzwischen den ETG-Handballern angeschlossen hat.

2004 wechselt der 69-Jährigen über seinen Schwiegersohn Dirk Busche als Trainer zur SG Suderwich. Obwohl er mit den Bezirksliga-Herren auf einem Aufstiegsplatz steht, gibt er das Amt auf. Dem Verein hält er die Treue und bildet den Nachwuchs aus. „Wir hatten eine gute A-Jugend“, erinnert er sich. Seine Spieler, von denen einige in der aktuellen Bezirksliga-Mannschaft spielen, hätten gut mitgezogen und waren leistungsorientiert. „Wichtig war auch, dass auch die Eltern dahinter standen.“

Apropos Nachwuchs: Das Handball-Gen hat er seinem Sohn und seiner Tochter, die er sogar trainiert hat, vererbt. Und auch Schwiegersohn und -tochter sind begeisterte Handballer. Geßners vier Enkel hingegen können sich für den Familien-Sport nicht begeistern. „Das ist das einzige Manko“, bedauert die Surker Nummer 49.

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