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Der Jubel ist groß: Die Oberliga-Handballerinnen der PSV und das Trainer- und Betreuerteam feiern den SIeg im Spitzenspiel gegen ASC Dortmund.

Handball - Kommentar von Olaf Krimpmann

Triumph im Spitzenspiel: Handball-Oberligist PSV Recklinghausen schlägt ASC Dortmund

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Die wichtigste Erkenntnis des Handball-Sonntags: Die PSV Recklinghausen kann Spitzenspiel. Nach dem 31:26 über den ASC Dortmund hat der Oberligist im Kampf um den Aufstieg alle Trümpfe in den Händen.

Update Montag 12 Uhr

Kommentar: Die PSV kann die Früchte ernten

Der freiwillige Rückzug aus der 2. Bundesliga schmerzte, und auch der Abstieg aus der 3. Liga, der sich so lange angebahnt hatte, war kein schöner Moment für die PSV Recklinghausen. Jahrelang hatte sich die erste Damenmannschaft in der Drittklassigkeit gehalten, teils mit Dusel. Am Ende hatte sich das Team durch die Saison gequält. 

Die Oberliga Westfalen empfanden vielen im Verein daher als die richtige Spielklasse, um sich neu zu erfinden. Und: Der Verein selbst hat die richtigen Schlüsse gezogen. 

Sicherlich gehört auch ein wenig Glück mit dazu, einen Jahrgang beisammen zu haben, der erst zweimal A-Jugend Bundesliga spielte und der dann auch noch in den Damen zusammenbleibt. Eine stabile Truppe eben. 

Angebote für die eine oder andere Leistungsträgerin hat es bereits gegeben. Aber die PSV setzte auf die Karte Runderneuerung, konzentrierte die Talente aus der Region in Recklinghausen, bot ihnen eine Perspektive und kann jetzt – sofern die Mannschaft keinen kolossalen Einbruch erlebt – die Früchte ernten. 

Denn dieses Team ist reif für einen Aufstieg. Dass die Mannschaft gewachsen ist, dass sie aus der letzten Saison, als viele Spielerinnen „zu grün“ waren, gelernt hat, war gestern zu sehen. Für den Handball vor Ort kann diese Entwicklung nur gut sein.

Umkämpftes Spitzenspiel: Die Recklinghäuserin Malin Benthaus wird von Vivien Busse und Carolin Hohloch energisch gestoppt.

Der Spielbericht von Sonntag: 

450 Zuschauer in der ausverkauften Halle Nord standen bereits und klatschten rhythmisch Beifall, als das absolute Top-Spiel der Liga seinen absoluten Höhepunkt aus Recklinghäuser Sicht fand: Fünf, sechs Sekunden standen noch auf der Uhr, als Zoe Stens, die bereits 60 Minuten in den Knochen hatte, sich ein letztes Mal energisch in den Dortmunder Kreis warf und den Treffer zum 31:26-Endstand markierte. 

Die PSV hatte damit nicht nur das Spitzenspiel gegen den ASC Dortmund für sich entschieden, sie hatte damit auch den direkten Vergleich gewonnen. Ein Umstand, der im Laufe der langen Rückrunde möglicherweise noch entscheidend sein kann. Trainer Dominik Schlechter: "Man muss den Mädels einfach ein Riesenkompliment machen, wie sie das Spiel angegangen sind."

Die PSV-Damen gelingt nach der Pause ein Comeback

Spätestens seit diesem 2. Februar 2020 heißt es in der Oberliga Westfalen: Vorteil PSV. Die Gastgeberinnen mussten dabei etliche Comeback-Qualitäten beweisen. So lag die PSV in einem packenden Spiel zur Pause mit 14:16 zurück.

Bildergalerie: Handball-Oberligist PSV Recklinghausen schlägt ASC Dortmund

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Bildergalerie: Handball-Oberligist PSV Recklinghausen schlägt ASC Dortmund © Krimpmann
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Vor allem was die Defensivarbeit betrifft, kamen die Recklinghäuserinnen wie ausgewechselt aus der Kabine. Stella Krüger, unter der Woche noch erkältet und nach ihrer Einwechslung mit einigen unglücklichen Offensivaktionen, zeigte in der Abwehr, wie man einen Rückraum bekämpft.

Die Abwehr glänzt, Emma Pape hält stark 

Trainer Dominik Schlechter hatte dazu von einer 6:0 auf eine 5:1-Deckung umgestellt. Folge: Dem ASC gelangen in den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte nur fünf Treffer – was auch ein Verdienst einer starken Torfrau Emma Pape war. 

Auf der anderen Seite glänzte jede Leistungsträgerin: Vor allem die linke Seite mit Lina Hovenjürgen und Leonie Schmidhuber war nicht zu stoppen. Und als es noch einmal eng zu werden drohte (etwa beim 24:21), da sorgte Lara Janz mit ihren kraftvollen Schlagwürfen für wichtige Tore. 

Am Ende glänzte dann auch Stella Krüger mit sehenswerten Anspielen, wobei der Schlusspunkt der kleinen Kämpferin am Kreis gehörte: Zoe Stens, die gegen aufgerückte Dortmunderinnen die Lücke sah und eiskalt nutzte.

14 Tage später legte die PSV nach und besiegte auch den nächsten Verfolger LiT Tribe Germania in eigener Halle. 

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