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Entschlossen in die Zukunft: Auch Carina Püntmann, von der Außen- zur Mittelspielerin umfunktioniert, bleibt der PSV in der neuen Saison erhalten.

Handball

PSV: Oberligist setzt auf Kontinuität

RECKLINGHAUSEN - Dominik Schlechter hatte angekündigt, dass der Weg der PSV Recklinghausen in der Frauen-Oberliga nicht beendet ist. Der Trainer darf sich bestätigt fühlen: Alle Stammkräfte bleiben dem Verein auch in der kommenden Saison erhalten.

Gleich mit einem Dutzend Namen wartete der B-Lizenzler zum Wochenstart auf. „Die Mädels bleiben“, so Schlechter., „und das unabhängig von der Liga.“ Nach dem 27:27 im Spitzenspiel gegen ASC Dortmund hat auch die PSV noch Chancen, in den Kampf um den Meistertitel und die Rückkehr in die 3. Liga einzugreifen. Lediglich hinter Leonie Schmidhuber, Malin Benthaus und Katharina Longo stünden aktuell Fragezeichen, teils aus sportlichen, teils aus privaten und beruflichen Gründen, sagt der Trainer. Ein letztes Wort sei hier noch nicht gesprochen. Sogar einen ersten Neuzugang hat der Oberligist zu vermelden: In der kommenden Saison wird Annika Fricke aus der eigenen Zweitvertretung hochgezogen. „Sie hat es sich verdient“, befindet der Recklinghäuser Trainer. Die Rückraumspielerin gehört in der Verbandsliga zu den erfolgreichsten Werferinnen. Dominik Schlechter: „Wenn sie ein externer Zugang wäre, würden jetzt alle jubeln. Aber das können wir durchaus auch tun, wenn wir solche Spielerinnen bereits im Verein haben.“ Auch Chantal Funke bleibt, selbst wenn für die frühere Junioren-Nationalspielerin verletzungsbedingt das Saisonaus gekommen ist und Funke bislang nur ein einziges Spiel für die PSV absolvieren konnte. „Sie ist dann für uns wie ein Neuzugang“, findet Trainer Schlechter. Der Trainer zeigt sich nach den Gesprächen gleichermaßen „stolz wie erleichtert“. Denn klar ist auch: Etliche Spielerinnen hätten auch die Herausforderung in anderen Vereinen, möglicherweise auch in einer höheren Klasse suchen können. Schlechter: „Dass sie alle den Weg weitergehen wollen, den der Verein eingeschlagen hat, ist eine tolle Sache. Jetzt haben wir die Kontinuität, die wir erreichen wollten.“ Auch für Iris Schultz ist noch lange nicht Schluss Auch Torfrau Iris Schultz wird noch ein weiteres Jahr dranhängen. Zwar fehlte die 48-Jährige zuletzt nach einer Knie-OP, der Ehrgeiz der Schermbeckerin aber ist ungebrochen. Das nötigt dem Trainer den größten Respekt ab: „Die Mannschaft um sie herum wird ja gefühlt immer jünger, trotzdem will sie weiter mitanpacken.“ Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter Lina Hovenjürgen: Die Rückraumspielerin ist auf der Suche nach einem Studienplatz und hofft, diesen in der näheren Umgebung zu finden. Der Recklinghäuser Trainer macht sich da wenig Sorgen: „Sie tut alles, damit das klappt.“ Und da es gerade so rund läuft: Auch Co-Trainer Michael Schmidtmann bleibt der PSV in der kommenden Saison erhalten. „Er hat ein gutes Standing bei den Mädels und ist zweifellos ein Riesengewinn für das Team“, sagt der Recklinghäuser Trainer.

Diese Zusagen hat die PSV Recklinghausen für die kommende Saison: Pia Kurzeja, Lina Hovenjürgen, Lara Janz, Carina Püntmann, Viola Klüsener, Chantal Funke, Charlen Heieck, Annika König, Zoe Stens, Marie Peters, Emma Pape, Iris Schultz

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